18.04.2017

Jedem Kind einen Velohelm – immer und überall.


Was ist mit diesen Eltern los, die mit ihren Kindern per Velo zum Spielplatz fahren und diese dann mit Velohelm im Sandkasten spielen oder auf die Kletterburg lassen? Da hocken Sie friedlich im Sand und haben diesen riesigen und hinten langen Helm auf, sehen dabei aus wie eine Mischung aus grossem Calimero und kleinem Alien. Sie rutschen die Rutsche hinunter – natürlich alles mit Velohelm. Sie könnten sich verletzen, ja, dieses Risiko besteht, weshalb es natürlich nicht schaden kann, wenn die kleinen Lieblinge den Helm gleich auflassen. Dass gleich daneben ein auffallend gelbes Schild darauf hinweist, dass Helme auf den Spielelementen verboten sind, genauso wie Hunde und Pädos (die gingen auf dem Schild vergessen), merken oder verstehen sie nicht. Ja, Helme sind auf den Spielplätzen verboten; warum? Weil die eigene Körperwahrnehmung sich auf den Kopf beschränkt und nicht auch noch auf einen unsinnig riesigen Helm, mit dem man sich versehentlich stranguliert oder köpft weil man irgendwo hängen bleibt damit. Unfälle gibt es immer wieder. Eine Statistik, die ich aber nicht selbst fälschte, und deren Quelle ich auch vergessen habe, ja, besagt, dass es sogar mehr solcher Spielplatzvelohelmunfälle gibt als solche im Verkehr ohne Helm. Ich frage mich – mag es dasselbe sein, wie die Leute, die den Automotor nicht abschalten, weil sie zu faul dazu sind und ja nur schnell das Leergut entladen oder sich am Kiosk Zigis kaufen und dabei gleich noch einen Kaffee trinken und die Zeitung lesen? Vielleicht. Faulheit, Dummheit, Helikopter-Eltern? Es wird wohl von allem etwas sein. Zum Glück gibt es Velohelme, sonst dürften diese Kinder vielleicht gar nicht auf die Spielplätze.

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