07.07.2020

Ach wie gut, dass niemand sieht, wer hinterm Mäskli euch die Zunge rausstreckt …


So schön. All diese glücklichen Menschen mit ihren Mäskli. Wir stellen unsere Giftigkeit modisch und stolz zur Schau; ja, seht her, ich habe meine eigene Schneiderin, ich habe das schönste Schutzmäskli. Der "Ich habe das schönste Mäskli"- Wettkampf ihat begonnen. Und ja, klug ist nur, wer eine Maske trägt ohne nachzudenken, selbst im Wald, allein unter Mücken und Bäumen, auf dem Sofa, ja selbst dort schütze ich mich gegen die Seuche der anderen – ob sie nun da sind ocer nicht. Möglichst gross, auffälliger als ein Zirkusclown, härter als ein Terminatorschädel. Wer sich keine eigene Maske schneidert oder schneidern lässt ist heutzutage sowas von out.
#corona #covid

05.02.2020

Serafe (Seraffen)


Nach dem letzten Telefonat Anfang 2020 versicherte man mir, ich würde Ratenzahlungen erhalten. Nach dem ganzen Versagen der Seraf zuvor. Das ist nun knapp einen Monat her. Meine Bemühungen, der Zahlungsverpflichtung nachzukommen, indem ich eine ordentliche Einzahlung erhalte, ist nach wir vor nicht möglich. Serafe ist nichts weiter als das zufällige Verschwenden von Steuergeld. Es ist ein Trauerspiel, und jede Person, mit der ich bei Serafe bisher telefonisch oder per E-Mail zu tun hatte, ist offensichtlich unfähig, auch nur die einfachste Aufgabe, die man einem Affen antrainieren könnte, zu erledigen. Ich halte mich für einen sozialen Menschen, aber was mir hier geboten wird, ist es nicht mehr wert, den Anstand zu wahren. Vielleicht hilft es ja, ausfällig zu werden. Probieren kann ich es ja. Ich erwarte nun eine Antwort, ein Handeln, irgend etwas. Selbst ein Wurm reagiert in irgend einer Form auf Reize. Adieux

Der Operationsaal


Es heisst Operations-Saal, nicht Operations-Aal. Es hat nichts mit einem Aal zu tun, sondern es ist ganz einfach ein Saal. Habe ich heute ganz allein herausgefunden. Denn als ich hineinging, war dort gar kein Aal sondern einfach nur ein Arzt.

23.01.2020

Atomtöffli-Fahrende zerstören – alles.

Atomtöffli-Fahrende sind die SUVs der Verlofahrenden, die Pistenrowdies der Velowege, die SVP derjenigen Velofahrenden, die ein rücksichtsvolles Miteinander anstreben. Fazit eines Velofahrenden, der es satt hat, dass sie überhöht von rechts überholen, Vortritte missachten, Fussgänger fast überfahren – einfach um zu zeigen, dass sie die schnellsten im Verkehr sind. Man sollte ihnen einen Jagdschein ausstellen, um sie zu legalisieren und sie mit dem Symbol für Gefahrengut kennzeichnen. Ausserdem zerstören sie den letzten Rest Akzeptanz, den wir gegenüber den Autofahrenden noch haben.

17.01.2020

Unser geistiger Führer und die Lacto … Kacto irgendwas

https://youtu.be/FI1B5LYZ_Sc
Ja, nun, irgendwie mag ich mich nicht mehr so aufregen, weiss auch nicht. Er und sein Laktatdingsbumms sind einfach von solch hoh(l)er UnWichtigkeit, dass ich keine Energie dafür abzwacke. Habe mir sein diletantisches Video angesehen, einfach, weil du es mir empfahlst, empfieltest, empfohlenetetest gehabt hattest hast. Leider war es unlustiger als ein Zirkusclown (und die sind ja wohl das Traurigste im ganzen Multiversum) bei der Prostata-Untersuchung, es war unzusammenhängender, als das zufällige Filmen einer auf dem Auslöser einer Kamera sitzenden Sumpfkröte und dümmlicher als ein Selfivideo der Basler Polizei auf Youtube, in welchem sie eine Choreographie tanzen, die von Ueli Maurer geschrieben wurde. Ja, das gibt es alles. Und eben, jenes Video von Pascal K-awummdingsbumms. Wenn dereinst Ausserirdische oder Menschen einer fernen Zukunft in den Besitz dieses Films kommen, dann werden die sich wohl ein Bild unserer Gesellschaft ausmalen, die wir lieber nicht wissen wollen. Das Video ist für eine einzige Sache zu gebrauchen: In einer Therapiesitzung, bei der die zu behandelnden Patienten das Gefühl des Fremdschämens kennen lernen sollen müssen wollen können dürfen.

Gemäss einer Doku im TV haben Männer, wenn sie zum Znacht Fleisch essen, eine schwächere Erektion als jene, die keines essen.

Meine Antwort: Menschen sind Allesfresser. Die Natur hat das so vorgesehen, denn in der Natur zu überleben, erforderte eben auch, dass man möglichst viel verwerten kann. Im harten Leben überleben kann und überlegen ist nur, wer isst, was es gibt. Wir können noch so viele Zusammenhänge finden und uns am Schluss langweilen und zu Tode «gesunden». Ich mag's langsam echt nicht mehr hören und lesen. Sex oder Fleisch? Ist das die Wahl, der sich der schon genug untersuchte, gebeutelte, in ständigem Wettstreit befindliche Mann nun stellen muss? Wer pro Tag mehr als 40 km Velo fährt, wird längerfristig impotent. Velo fahren ist also der Potenz mit Sicherheit abträglich. Also dann nicht mehr machen. Dafür träge, dick und ungesund werden? Wenn man sein Leben immer all dem anpasst, was man sollte, dann möchte ich mal wissen, ob das dann noch gesund ist, oder ob es nicht eher schon einem Wahnsinn gleichkommt, der uns ungesund macht. Ich weiss nicht, ob sich unsere Kinder dereinst noch irgend etwas zugute tun können/dürfen, ohne dabei ein derart schlechtes Gewissen zu haben, dass sie deshalb an Essensstörungen leiden und zum Seelenklempner rennen müssen. Brave New World … Dann lieber halt nicht jede Nacht einen Ständer, allzeit bereit und funktionsbereit, jede Gesundheitsinspektion gemeistert, das Hirn gewaschen und gesundheitswahn-verkleistert. Das mit den Extremsportlern, die auch eine bessere Leistung zeigen, wurde auch untersucht … das ist doch nicht neu! Das wussten ja schon die Ureinwohner von Südamerika und andernorts. Die Nachrichtenüberbringer zum Beispiel rannten tagelang, dabei assen sie leicht und fettarm. Das lernt man schon im Grundkurs Ernährung, wenn man Sportler ist. Aber egal. Ich sag jetzt nichts mehr darüber, und wenn ich das nächste Mal keinen hochkriege, dann gehe ich einfach an den Kühlschrank und hau mir ein bloody Steak in die Pfanne, während ich mir die Kehle mit einem eiskalten Bier schmiere, ja Bier – auch ein Feind des Ständers, an dessen Leistung wir als gesund gewertet und gemessen werden. Zum Glück hatten meine Kinder heute Fleisch zum Znacht, sonst würde Sohnemann wegen seiner Erektion gar nicht mehr einschlafen. Und wir haben einen Running Gag! Aber sie hatten ja auch Gemüse, das heisst, vegetarisch, was also das Fleisch wieder wettmacht, somit haben wir eine ungefähre Nullsumme und alles ist OK … Übrigens sagen wir fleischfressenden, primitiven Männer nicht «Erektion», wir sind ja nicht in einer Klinik. Eskimos essen ein Leben lang ausschliesslich Fleisch. Das wird auch der Grund sein, weshalb sie aussterben, selber Schuld: Sie sollten einfach nur noch vegetarisch essen: Eisblüten, Schneesalat, Eisbergsalat und Eiskristallpüree, kann ja nicht so schwer sein, mal was anders. Ja, dann ginge es ihnen besser – warum geht eigentlich keiner hin, zu ihnen, missioniert sie zu veganern? Die sollten mal weniger Fleisch essen, dann hätten sie auch eine bessere Potenz und könnten sich jede Nacht auf ihren Robbenfellen den Schnee aus den Ohren vögeln.
Irgendwie nimmt mir diese elitäre Gutmenschenzeugs so ein bisschen die Lust weg.
Ja, jetzt hab ich‘s!! Ich finde das überhaupt männerfeindlich, sexistisch und erniedrigend. Genauso, in dieser Reihenfolge.
Schon aus Protest gegen diese Diskriminierung des Naturmannes, der noch einen Rest gesundes Mannen-Jäger-Gen in sich trägt, schützt, pflegt, gegen diese Gleichmacherei und Rühreinerlei etc. unter dem Vorwand schwindender Potenz und mehr köhliger Flatulenz werde ich nie Vegetarier. Mann schütze das Fleischfresser-Gen, das uns überleben lies, in Zeiten, wo es wenig zu essen gab, wo Männer Fleisch jagten, damit ihre Familien, Kinder und Frau überleben konnten, wo man sich nicht so sehr darum sorgen musste, ob er auch jede Nacht pickelhart ist. Heute sollen wir als vegane Sissis rumlaufen, dem Manne entrückt, am besten beide Geschlechter gleich, ausser eben dem, der uns unterscheidet. Der soll bleiben wie er ist.
Task closed.

14.01.2020

Den Führer ausweisen

Ein Fahrausweis (Führerausweis – mag das Wort nicht) sagt so viel über die Fähigkeit, fahren zu können, aus, wie ein Ausweis des Superhelden-Clubs ein Beweis für eigene Superkräfte ist, oder dass Batman ein persönlicher Freund ist. Überdies dürfen auch Taxifahrer eine Fahrschule besuchen; ob sie das wissen?

Man darf nicht mehr lesen in der Öffentlichkeit

Was ist eigentlich mit diesen Menschen los, die es «schade» finden, dass man morgens in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr miteinander redet? Alle würden immerzu in ihre Smartphones oder Computerbildschirme schauen. Das war natürlich vor der Erfindung dieser Geräte total anders. Alle redeten unablässig miteinander, es war ein Lärm und ein rufen von der Front bis zum Heck des Busses, über den Park, von Bank zu Bank, im Rasen, auf den Strassen und am Zebrastreifen. Und das auch in Städten mit über einer Million EinwohnerInnen, in überfüllten U-Bahnen, an Strassenecken, auf der Rolltreppe im Warenhaus, unter Menschen, die sich noch nie gesehen hatten und sich nie mehr sehen werden. Das war schon lange vor der Steinzeit so, wenn sich der Australopitecus und der Cro-Magnon-Mensch trafen, dann schubsten sie sich nicht vom Fels weil sie die Evolution beeinflussen wollten, nein, sie unterhielten sich, jagten gemeinsam und hatten es gut zusammen, grunzten fröhlich und machten Töne ohne zu verstehen. Ebenso im Tierreich. Die Elefanten, die durch die Savanne wandern, sind unablässig am Schwatzen, man kann es fast bis zum Südpol hören. Fliegen und Mücken, Libellen und Spinnen, sie alle unterhalten sich von morgens bis abends während sie über dem Teich rumfurzen, während sie ihre Netze auswerfen oder ihren Stachel in die Haut eines Menschen stossen, der pausenlos auf sein Händy guckt. Ja, und dann kommt der moderne Mensch mit seinen Smart Devices, und zum ersten Mal in der Evolution, als einzige Form des Lebens, redet man nicht mehr miteinander. Es ist wohl das Ende unserer Zivilisation. Ich weiss nicht, wie das AA des jungen Mannes neben mir im Bus heute ins Klo plumpste, weil er es mir nicht erzählen konnte, weil ich ein Smartphone besitze, es entgeht mir wohl etwas. Mit Sicherheit aber roch es nicht annähernd so streng wie die giftige Atmosphäre, die seiner Mundöffnung entweicht. Sprich mich nicht an, bitte sag nichts! Woher hat er nur dieses Gas, welches jeden Erfinder chemischer Waffen wie einen Schuljungen aussehen liesse? Was soll ich morgens mit einer Person neben oder gegenüber von mir reden, deren Mundöffnung den Geruch verkehrtherum ausgeschiedenen Dickdarm-Stoffwechsels verströmt? Also lasst uns doch in Ruhe unsere Zeitungen und Bücher lesen. Und hört auf, mich anzurempeln, wenn ich auf dem Smartphone die Zeitung lese.