01.12.2016

Eine Utopie oder eine Utopie war es einmal

Untehrnemenssteuer. Untehrnemenssteuer-Reform oder USR. Mit der USR 3 merkte das Volk noch immer nicht, dass es die Arbeitsplätze trotzdem verlor, obschon man ihnen gesagt hatte «Arbeitsplätze sichern», «Wirtschaftsstandort Schweiz sichern» und «Wirtschaft entlasten zum Schutz der Arbeitsplätze», wie auch die Wochenarbeitszeit erhöht und der Lohn heruntergesetzt wurden. Doch das war ja schliesslich immer noch besser als ohne Arbeit zu sein. Mit der 4. USR wurden die Unternehmen von jeglichen Steuern befreit, und man gewahr ihnen das Recht, den erforderlichen Stellenabbau ohne Begründung auszuführen, wenn es dem Erhalt des Unternehmens diente, das ja schliesslich Arbeitsplätze sicherte. Mit der 5. USR durften die Angestellten einen Beitrag an die Unternehmenssteuer leisten – deren Definition war nicht mehr die Abgabe an den Staat, sondern die Einnahme; Unternehmenssteuer bedeutete nun, dass Angestellte an die Unternehmen eine Steuer entrichten mussten. Die USR 6 setzte durch, dass jedes Individuum, ob angestellt (eher selten) oder nicht (eher die Regel), eine Unternehmenssteuer zu zahlen hatte. Diese wurde direkt vom Einkommen abgezogen. Davon wurden unter anderem die Roboter gewartet, die nun Angestellte waren. Die Roboter erzeugten Produkte, die wir nicht wollten, und die gerade so teuer waren, dass wir sie uns noch leisten, aber niemals sparen konnten. Es war völlig selbstverständlich für die Menschen, schliesslich ermöglichten die Unternehmen ein menschenwürdiges Dasein. Bund und Kantone meldeten in den Unternehmensmedien, dass sie sehr zufrieden seien mit dem Erfolgskonzept Unternehmenssteuer-Reformen. Die Schicht der Arbeitgebenden – die viele mehr Einkommen haben/nehmen – werden dann natürlich nichts an die Unternehmen bezahen, an denen sie selbstverständlich partizipieren. Sie gehören den 0,01 Prozent der Feudalherrscher an, die die fast arbeitslose Masse Leibeigener beherrscht. Die Endform der Corporatokratie ist erreicht.

Nicht unser Problem

Liebe Autofahris, es ist nicht unser Problem. Es ist euer Rotlicht, euer Stau, eure Unmut, nicht meiner, ich habe damit nichts zu tun. Aber ich atme eure Dreckluft. Täglich, morgens wenn ihr den Motor laufen lasst um das Eis wegzuschaben, abends, wenn ich durch euren Stau schlängeln muss. Aber man darf nichts sagen, da seid ihr empfindlich, weil ihr wisst, dass wir recht haben. Man darf nicht überholen, da seid ihr eifersüchtig, weil ihr das nicht könnt – gefangen in euern blechernen Särgen. Man darf nicht bei rot rechts abbiegen, wenn nichts kommt, denn ihr dürft das auch nicht, lieber schneidet ihr mir den Weg ab. Ja, wenn ich mich euern Problemen, die ihr verursacht, unterordne, dann mache ich mich der Mittäterschaft an eurem Chaos, an eurer Umweltverschmutzung, an euren Unfällen schuldig. Es ist eures, aber wir Velofahris und Fussgängeris leiden darunter, sollen partizipieren; uns soll es ja nicht besser gehen als euch. Aber ihr modert in eurern Kisten mit Klima-Anlage, während wir euren Verbrennungsgestank einatmen, den ihr gar nicht wahrnehmt. Aber da machen wir nicht mehr mit. Das sind nun nur noch eure eigenen Regeln, nicht mehr unsere. Ausser der Luft und dem Platz, den ihr uns nehmt.

27.11.2016

AKW-Ausstiegsinitiative 46:64,5

Frau Leuthard, haben Sie schon eine Entschuldigungsrede an das, durch Sie und ihre MitstreiterInnen belogene, Volk in der Schublade, wenn eines der maroden AKWs in die Luft fliegt? Falls nicht, helfe ich Ihnen mit ein paar gerne benutzten Floskeln: "Niemand hat ahnen können, dass so etwas passiert; hätten wir gewusst, dass ... Und schliesslich haben ja alle von der Atomkraft profitiert ... wollten nur das beste ... ". Glauben wird Ihnen dann aber kaum noch jemand.