26.05.2019

Verblöderolette

Ist die Existenz solcher Sendungen wie „Bachelorette“ (ich kenne gerade mal die Werbung dafür, aber das reicht) als Hinweis zu werten, dass ich nicht von diesem Planeten komme oder die anderen? Ich kann unmöglich derselben intelligenten Spezies angehören, die solches hervorbringt.

Samstagvormittagprogramm as ususal

3. / 25. Mai: Samstagvormittag. Hochdruckteiniger, Steinschneider, Rasenmäher, Industriestaubsauger. Ja, ich langweile alle damit, mit meinem Gejammer. Aber wisst ihr was? Mich langweilt dieses Gejammer von 5G, WLAN und Fluglärm. Davon merke ich nichts. Aber dieses beständige Brummen, Zischen, Kreischen und Krachen macht mich krank, nervös und aggressiv. Eines Tages drehe nich einen Film, in dem sich diese Geräte auf meinen Gedankenbefehl hin bewegen wie ich es will. Oder eben nie mehr. Dann wuchert das Gras in der Stille der Sonne und wir lauschen den Schnetterlingen, die sich auf den saftigen Wiesen tummeln ...
2. / 15. Mai: Ich will, dass motorbetriebene Rasenmäher und Heckenschneider verboten werden. Mir scheissegal, was dann mit dem Rasen und den Hecken passiert. Tatsache ist, dass man sich bei diesem ewigen tieftönendem Gebrumme irgendwann nicht mehr auf die Arbeit konzentrieren kann, aggressiv wird und abends mit Kopfschmerzen und psychisch belastet nachhause geht. Aber alle schreien wegen der tödlichen WLAN- und 5G-Strahlung, die sie nicht wollen – aber deren Vorteile natürlich schon. Hingegen kann es uns mistegal sein, ob ein Rasen immer 0,525 mm hoch ist oder einen Meter. Bei einem Meter würde es sogar schöner aussehen. Keine Ahnung, warum jedes Rasenhälmchen in den Vorstädten aussehen muss wie ein grüner Zahnstocher. Bescheuert. Nutzlose Arbeit. Beschäftigungstherapie. Rasenmäherzombies. Kontrollwahn. Die Schweiz mäht sich in den Wahnsinn.
1. / 7. Mai: Mit der Welt stimmt so einiges nicht. Dass in Reinach JEDEN Tag irgendeiner krankhaft, besessen, roboterhaft mit seinem Rasenmäher, der jeden Dezibelgrenzwert ad absurdum führt, irgendeinen Fleck Rasen zu einer Werbung für 0,5-mm-Stufen-Barttrimmer macht, ist doch einfach NICHT NORMAL. Psychologische Kriegführung sowas. So ein Rasenmäher ist eine Waffe.

Jesus fährt ein … äh, auf.

Na der Jedi, ähh, Jesus hat am Strand Fisch, Brot und Wein vervielfacht. Hatte wohl einen Materieumwandler dabei. Was ihn zweifellos als Ausserirdischen entlarvt. Aber wichtig ist ja die Frage, was es für ein Wein war. Rot oder weiss? Süss? Eher, damals hatten sie nicht so viel Ahnung von Wein, und die Frage, wie die Leute am Strand diesen tranken, bleibt ungeklärt: Becher? Dann müsste Jesus für all das Plastik im Meet geradestehen. Gläser? Dann hat er diese auch vervielfältigt. Aber als die Leute alle besoffen am Strand rumlagen: wer hat dann aufgeräumt? Seine Mutter, Maria, denn Josef war wohl auch ordentlich verladen, und Gott war ja noch am Warten, dass sie seinen unehelichen Sohn endlich ans Kreuz nagelten - von denen, die eben die geile Strandparty verpasst hatten; ja, die waren natürlich echt sauer! Zu recht. Denn Jesus lies den Materieumwandler einfach verschwinden, nachdem die Juden ihn leergesoffen hatten. Und wie ja jeder weiss, trinken die Römer gern Wein (sonst hätten sie Europa ja im Schlaf geklaut), also nagelten sie ihn ans Kreuz. Mit einem Korkenzieher. Was wir nicht wissen: Teilte Jesus am Strand den Wein in Flaschen oder Gläser, Karaffen oder Amphoren aus? Und ja, vielleicht gibt es keinen Fisch mehr im Meer, weil er es leer gefischt hat? Und das Brot? Was, wenn jemand Zöliak war? Oder Zönibit? Ja eben.

24.05.2019

Leute, wenn ihr den Roboter antworten lasst, dann bringt ihm doch Manieren bei.

Automatische E-Mail-Antwort:

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Vielen Dank für Ihre Nachricht!

Jeweils am Freitag bin ich nicht im Büro. E-Mails werden nicht oder nur sporadisch gelesen.

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte über die Hauptnummer in der Agentur - 0XX XXX XX XX

Mit freundlichen Grüssen
Franz Mustermann
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Vielen Dank für Ihre Nachricht!
Warum ein Ausrufezeichen? Ist die Person genervt? Quasi zynisch: "Stecken Sie sich ihre Scheissnachricht sonstwohin"

Jeweils am Freitag bin ich nicht im Büro. E-Mails werden nicht oder nur sporadisch gelesen.
Also sie werden nicht gelesen. Vielleicht aber doch. Vielleicht von mir oder von Ueli Maurer oder von einem Roboter. Je nachdem wer grad da ist oder Lust hat. In jedem Fall ist unklar, ob sie überhaupt je gelesen werden. Am Montag? ungewiss. Ist meine Nachricht nun im Nirvana? Muss ich sie noch einmal senden? Wenn ja; an wen? Und weiss diese Person dann, worum es geht? Oder muss ich als Kunde am Montag anrufen und mich beschweren, was das eigentlich für ein Saftladen ist? Und was ist, wenn ich diese Antwort am Montag erst lese? Also ist er freitags nicht im Büro (schon obige Satzstellung ist kurios). Aber werden die E-Mails generell nur nach Lust und Laune gelesen oder nur freitags nicht oder doch oder nur ein bisschen vielleicht (nicht, doch nicht, nicht doch, dich nicht, nicht dich, nicht dicht? Dichtung?)?

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte über die Hauptnummer in der Agentur - 0XX XXX XX XX
Ich soll mich wenden? Wie ein Plätzli in der Bratpfanne? Über die Hauptnummer … aber an welche Agentur? Da steht keine Agentur im Mailfooter, es ist gar kein Mailooter da.

Mit freundlichen Grüssen
Franz Mustermann
Wer ist das? Welche Firma? (Welche Telefonnummer?). Und warum grüsst der freundlich, ist aber zu faul, mich klar zu informieren, was denn nun mit meiner E-Mail-Anfrage geht, was und ob ich was tun muss?

15.05.2019

Die Schweiz mäht sich in den Wahnsinn

Ich will, dass motorbetriebene Rasenmäher und Heckenschneider verboten werden. Mir scheissegal, was dann mit dem Rasen und den Hecken passiert. Tatsache ist, dass man sich bei diesem ewigen tieftönendem Gebrumme irgendwann nicht mehr auf die Arbeit konzentrieren kann, aggressiv wird und abends mit Kopfschmerzen und psychisch belastet nachhause geht. Aber alle schreien wegen der tödlichen WLAN- und 5G-Strahlung, die sie nicht wollen – aber deren Vorteile natürlich schon. Hingegen kann es uns mistegal sein, ob ein Rasen immer 0,525 mm hoch ist oder einen Meter. Bei einem Meter würde es sogar schöner aussehen. Keine Ahnung, warum jedes Rasenhälmchen in den Vorstädten aussehen muss wie ein grüner Zahnstocher. Bescheuert. Nutzlose Arbeit. Beschäftigungstherapie. Rasenmäherzombies. Kontrollwahn. Die Schweiz mäht sich in den Wahnsinn.

22.03.2019

Gedanken zum gewaltsamen Tod des siebenjährigen Jungen in Basel am 21. März 2019

Kinder sind Leib gewordene Unschuld.
Ausser aufgrund hohen Alters ist der Tod immer sinn- und grundlos.

Noch sinnloser ist wohl der Tod eines Kindes. Schon durch Krankheit oder Unfall. Wir verstehen diesen Tod nicht und möchten deshalb einen Sinn darin erkennen, damit wir Trost finden.

Doch der grundlose und gewaltsame Tod eines Kindes ist ziemlich sicher am schwersten zu verarbeiten, für die Liebsten des Kindes überhaupt nicht. Es ist schrecklich ungerecht für das Kind, das sein Leben nicht hat leben dürfen, es ist die Hölle für die Eltern, das Unvorstellbarste für Angehörige und Freunde. Es ist auch jenseits der Vorstellungskraft jener, die den Jungen nicht kannten, ob selbst Eltern oder nicht.

Wie aber kann man Trost oder Sinn darin finden? Muss man das? Wenn man selbst Elternteil ist, dann kommt man nicht umhin, nach einem «heilenden» Gedanke zu suchen.

Was werden die Eltern tun um Frieden zu finden? Wahrscheinlich dasselbe; es wird aber niemals mehr ein normales Leben für sie geben, wir wissen das, und es erschreckt uns, füllt uns mit noch mehr Trauer. In diesem Wissen suchen wir nicht nur für uns, sondern auch für die Eltern einen Sinn, wir hoffen dadurch, nicht nur uns, sondern im Stillen auch Ihnen zu helfen.

Als Atheist ist die Bewältigung solcher Nachrichten und deren Sinnfindung erschwert, gerade deswegen aber nötig, und vielleicht sogar, kann so Trost gefunden werden, der universeller wirkt, weil er nicht an eine Religion gebunden ist. Sinn können wir aber nicht finden, denn es kann keinen Sinn in der mutwilligen Zerstörung jungen, unschuldigen Lebens geben.

Ungeachtet des Hergangs oder eines Motivs (welches es hierfür definitiv nicht gibt) können wir aber Trost finden, indem wir versuchen, dem Opfer eine Bedeutung zu geben, seinem Tod, seiner immer währenden, schmerzlichen Abwesenheit. Die Antwort unserer Suche nach Trost und Frieden lautet also «Bedeutung». Es soll und muss eine Bedeutung erhalten. Schon der Eltern wegen.

Ich kann annehmen, dass der Junge kurz gelebt hat, in dieser Zeit aber viel erreicht und bewirkt hat. Das weiss ich aber nicht, was aber, wenn dem nicht so ist? Er war wahrscheinlich ein ganz durchschnittlicher Bub von sieben Jahren. Dennoch hat er etwas bewirkt:

Ich kann mir vorstellen, dass mit seinem (und der Art) Tod unzählige Menschen auf eine Weise tief berührt wurden, die sie/uns nachhaltig verändert und uns zu besseren, liebevolleren und bewussteren Menschen macht, die einander helfen. Die sich immer wieder daran, an das Kind, erinnern und sich auf das Wesentliche besinnen; jeder für sich, mit seiner eigenen Geschichte, seinen Schwächen und Bündeln, die er trägt.

So geben wir dem Unverständlichen eine persönliche Bedeutung. Beide Bedeutungen sind stimmig und sollten uns begleiten. Indem wir uns erinnern und besinnen, lernen wir, menschlicher zu sein. Aber egal wie sehr uns diese schreckliche Tat berührt und verändert – sie bleibt sinn- und grundlos. Diesem dennoch eine Bedeutung geben zu können, macht uns auch zum Menschen.

Weshalb Werbung in der Schweiz erfolglos ist.

Werbung aus, für, in der Schweiz kann nicht funktionieren. Sie könnte wohl. Weil sie aber immer und ausschliesslich in «Zürridütsch» gesprochen ist, klingen die Leute darin total verblödet. Vor allem die Frauen, man sieht eine erwachsene Frau und hört ein Kleinkind. Aber auch die Männer; sie haben keine geschlechtlichen Stimm-Merkmale, man sieht einen erwachsenen Mann, hört aber eine Mischung aus deutscher Schwulensatire und Schokoladenkäfer. Das beste an der TV-Werbung ist aber, wie sie synchronisiert ist. Nämlich rein zufällig. Aber hey; die Werbung passt zum schweizerischen Unterhaltungs-TV, die glaubt, mit Kochshows und ledrigen Bauern (Ups, da hab' ich doch glatt bei mir selbst geklaut) Erfolg zu haben. OK, hat sie wahrscheinlich, denn ich kenne viele Menschen, die sich das angucken. Na wenigstens ist die Werbung nicht in Walliser Sprache (wie nennt man das eigentlich?) gesprochen. Dann würden wir es nicht nur blöd finden, sondern würden es noch nicht mal verstehen.

28.02.2019

Farbenfroh im Stroh oder so


Ja und dann sind sie später enttäuscht, wenn die kleinen Dinger nicht bunt sind.

11.02.2019

Verkehrtherum ausgeschiedener Dickdarm-Stoffwechsel

Was ist mit den Menschen los, die es «schade» finden, dass man morgens in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr miteinander redet? Alle würden immerzu in ihre Smartphones oder Computerbildschirme schauen. Das war natürlich vor der Erfindung dieser Geräte total anders. Alle redeten unablässig miteinander, es war ein Lärm und ein rufen von der Front bis zum Heck des Busses. Und das auch in Städten mit über einer Million EinwohnerInnen, in überfüllten U-Bahnen, an Strassenecken und beim Warten an den Ampeln, unter Menschen, die sich noch nie gesehen hatten und sich nie mehr sehen werden. Das war schon lange vor der Steinzeit so, wenn sich der Australopitecus und der Cro-Magnon-Mensch trafen, dann schubsten sie sich nicht vom Fels weil sie abgelenkt waren, sondern unterhielten sich, jagten gemeinsam und hatten es gut zusammen. Ebenso im Tierreich. Die Elefanten, die durch die Savanne wandern, sind unablässig am Schwatzen, man kann es fast bis zum Südpol hören. Fliegen und Mücken, Liebellen und Spinnen, sie alle unterhalten sich von morgens bis abends während sie über dem Teich rumfurzen, während sie ihre Netze auswerfen oder ihren Stachel in die Haut eines Menschen stossen, der pausenlos auf sein Händy guckt. Ja, und dann kommt der moderne Mensch mit seinen Smart Devices, und zum ersten Mal in der Evolution, als einzige Form des Lebens, redet man nicht mehr miteinander. Es ist wohl das Ende unserer Zivilisation. Ich weiss nicht, wie das Pipi des jungen Mannes neben mir heute ins Klo tröpfelte, es entgeht mir wohl etwas, mit Sicherheit aber roch es nicht annähernd so streng wie die giftige Atmosphäre, die seiner Mundöffnung entweicht. Woher hat er nur dieses Gas, welches jeden Erfinder chemischer Waffen wie einen Schuljungen aussehen liesse? Was soll ich morgens mit einer Person neben oder gegenüber von mir reden, deren Mundöffnung den Geruch verkehrtherum ausgeschiedenen Dickdarm-Stoffwechsels verströmt? Also lasst uns doch in Ruhe unsere Zeitungen und Bücher lesen.