13.12.2018

Männerhumor

Warum finden die Frauen den Humor der Männer oft nicht lustig? Das muss so sein, denn so haben wir Männer auch noch etwas, das nur uns gehört.

25.09.2018

Im Yoga scheitern oder Yoga ist gescheiter


Ziehe in Erwägung, für meinen Rücken mal eine Yoga-Probestunde auszuprobieren. Ich weiss aber nicht, wovor ich mehr Angst habe: Vor dem Yoga selbst oder vor den Frauen, die mir ungläubig dabei zusehen, wie ich bei einfachsten Bewegungen scheitere. Das schiebe ich noch ein bisschen auf. Das Yoga. Scheitern kann ich schon ganz gut.

07.09.2018

Konsens zum Nonsens

Wovon wir eine grosse Menge hatten
waren lose Hänge Matten
in die wir nicht hinein liegen
damit aber heim fliegen
konnten.

04.09.2018

Soilent Green is sold out! Buy Soilent Sweet!

Es ist ein Fehler der Evolution, dass ein, mit Bewusstsein ausgestattetes Individuum auf dem Höhepunkt seines Daseins, darüber sinnieren muss, wie es nach seinem Ableben entsorgt werden möchte. Das ist gegen die Natur: Wie soll man darüber nachdenken, wie man etwas organisiert haben möchte, was man gar nicht erst erleben möchte? Das ist wie wenn mich der Kellner wiederholt fragt, ob ich auf meinen Eisbecher Schokoladen- oder Caramelsauce haben möchte, auch wenn ich ebenso wiederholend antworte, dass ich Eisbecher nicht mag. Ohnehin ist es unverständlich, dass man gehen muss indem man die Verbrennung und die Urne wählt oder eine Kiste, in der man vor sich hin zerfällt. Besser wäre es doch, man würde verarbeitet. Ich könnte als Guzzeli wiederkommen oder meine Überreste gleich nach dem Ableben in ein Stofftier umgearbeitet und im Zooladen verkauft werden.

30.08.2018

Chemnitz

Schämnitz.
(Zu den Vorkommnisssen an den und um die Neonazi-AufmÄrsche in Chemnitz Ende August 2018)

26.08.2018

Eile mit Feile

Es ist wohl einfacher, eine Feile weg zu versorgen als seine Sorgen weg zu feilen. Nicht, dass ich welche hätte. Sorgen. Feilen schon. Also eine. Kam mir nur so in den Sinn beim Sorgen, äh, Feilen.

24.08.2018

UFO oder HANDSCHUHE?

Was ist wahrscheinlicher: Dass ich heute morgen ein UFO gesehen habe, oder zwei Velofahrende mit dicker Outdoor-Bekleidung und HANDSCHUHEN gesehen habe? UFO oder HANDSCHUHE? Nicht einfach – ich weiss.

22.08.2018

Rubbeln

Der von der Arbeit müde Mann sass im Büro. Er sass auf einem hölzernen Bürostuhl, dessen über 25 Jahre Arschdruck ihm zugesetzt hatte. Das Sitzen war auch an dem Allerwertesten des grauhaarigen Mannes nicht ohne Spuren vorbeigegangen, seine Hämorrhoiden picksten unangenehm, doch das Geld für eine Behandlung fehlte ebenso wie jenes für einen neuen Bürostuhl. Vor ihm auf dem Tisch liegt ein Los. «Win for Life» steht in bubbeligen Lettern drauf. Der junge Mann, der alt aussieht nimmt ein grosses Geldstück und beginnt, eine graue Fläche aufzurubbeln, grünsilberne Spähne wirbeln über den abgewetzten Bürotisch. Wie oft hatte er sich ausgemalt, wie oft in den 25 Jahren seiner bleiernen Zeit ohne Perspektive an diesem Arbeitsplatz, hatte er nach dem grossen Gewinn gehofft. Wie lange mochte ihm bleiben? 20 Jahre? Gerade richtig, jetzt einen Gewinn eizufahren. Richtig und gerecht. Doch er rubbelt lustlos, seine Hoffnung zerronnen wie die weggerubbelten Spähne. Eine Zahl. Ein WIN. Zahlen und wieder ein WIN. Zweimal WIN, das kannte er zu gut, jedes zehnte Los hatte ihn jahrelang bangen und innehalten lassen; würde ein drittes WIN aufgerubbelt werden? Er hält kurz inne, erinnert sich seiner Träume und Wünsche. Was er tun würde. Wie er schweigen und so tun würde, als sei es eine weitere Niete. Fast jeden Tag. Für einen Fünfer seit 25 Jahren, dem Kiosk dort vorne beim Parkplatz gespendet, der plappernden Inderin, die er nie verstanden, stets aber freundlich angelächelt und dazu Verstehen heuchelnd genickt hatte, bezahlt. Ob sie je gespielt hatte? Tun das Kioskverkäuferinnen? Er wusste es nicht, hatte nie gefragt, es war ihm egal. Er rubbelt weiter. Ein WIN erscheint. Dann legt er den Fünfer weg und kontrolliert, ob er eine Zahl hat, die mit der Liste korrespondiert, aber es ist keine dabei. Eine Niete, natürlich. Das Los flattert in den Müll, doch seine Hand hält ihn zurück – ein letzter Kontrollblick muss sein. WIN, WIN, Zahl, Zahl, Zahl, WIN. Dreimal WIN. Der Supertreffer. Einfach so, heute, der Tag normal begonnen, bisher nichts aussergwöhnliches. Gewonnen. «WI … WI …!» entfährt es ihm, seine Stimme ein hysterisches Krächzen. Ein Mitarbeiter, grau und müde wie er, dreht sich mit steifem Nacken um, mustert ihn über den Rand seiner wolkig-fleckigen Brille, schüttelt den Kopf und dreht sich wieder weg, seiner Arbeit zu. Der Mann sitzt da und blickt auf sein Los. Minutenlang. Es kann nicht stimmen, er hat etwas übersehen, jetzt nicht zu früh freuen, es könnte ein Fehler sein. Zwanzig Jahre lang jeden Monat 4000 Franken, einfach so, ohne was zu tun. Was, wenn es wahr wäre? Jemand könnte ihm das Los stehlen. Jetzt keinen Fehler machen! Seine Hände zittern, das Szenario, tausendmal gedanklich durchgespielt, versagt, er möchte aufspringen und allen den Stinkefinger zeigen, eine lange Nase drehen, etwas saublödes tun. Nein! Genau das eben nicht. Zunächst alles so machen, wie auf dem Los beschrieben. Er wartet auf den Feierabend, arbeitet nichts mehr, kann nicht mehr denken und seine Hände nicht mehr kontrolliert im Takt der Arbeit bewegen. Dann schrillt die Glocke, der Arbeitstag ist zu Ende, er kümmert sich um das Los, macht alles richtig, nun ist es deponiert und nichts kann mehr schief gehen! Endlich. Bloss kein Wort zu niemandem. Er verlässt das Büro, das Gebäude, das Gelände, steigt in den Bus wie immer.
Am kommenden Morgen erscheint der Mann nicht zur Arbeit. Niemand hat ihn je wieder gesehen.
Doch was geschähe wirklich? Spielte es sich so ähnlich ab? Oder könnte der Mann sich vor seinem Verschwinden nackt ausgezogen und auf das Arbeitspult seines Chefs uriniert haben? Wahrscheinlich schon.

30.07.2018

In der Hitze des Gefechts

Im Gefecht mit der Hitze mag auch die eine oder andere strombewusste Person, die Scham vor dieser abartigen Idee überwindend weil man das nicht tun darf oder soll, schon mal auf die verruchte Idee, einen Ventilator in Betrieb zu setzen, wo solche Geräte dieser Tage in der Art wie Zimmerpflanzen herumstehen. Man stellt sich also einen dieser Stromfresser auf und lässt sich den Kopf wegblasen bis man dahinterkommt, dass Kopfschmerzen auch nicht angenehm sind. Der überhitzte, dennoch aber findige Kopf (und weil wir ja hier die Kreativen in schwarz sind, haben wir solches auf dem schwitzenden Hals) fragt sich also, wo denn sonst noch die Wärme plagt. Und weil wir als moderne Firma über Tische mit der Fähigkeit der Beinahe-Suspension verfügen, die man so per Knopfdruck in Stehpulte verwandeln kann, muss man auch nicht immer auf dem Bürostuhl sitzen, wo bei spontanem Aufstehen gegen Feierabend die Hose daran kleben bleibt. Und nun zu unserem exklusiven Tipp, wie man Ventilatoren (z. B. der Marke Marilyn Monroe) auch anders einsetzen – bzw. wo oder wohin deren Wind auch gerichtet werden kann.


16.05.2018

kostenlos


Soso, hier und dort kann man kostenlose Spielpläne für die Fussball-WM (schon wieder?!) bekommen. Kostenlose Spielpläne? Also das kommt für mich rüber, wie wenn in einem Restaurant der Kellner hinsteht als würde er soeben einen Tanz vorführen, dabei auf dich zeigt, wie ein Pferd grinst und enthusiastisch sagt: «Bei uns ist das Studieren der Speisekarte kostenlos!»

09.05.2018

Sitzend im Büro, denke ich an so manches

"Fliegen Sie mit Stützstrümpfen?"
"Nein, ich fliege mit dem Flugzeug."

08.05.2018

Teenager

Ist der Zustand «Teenager» eine Form des Autismus?

Atmungsaktive Stoffe

Beginnt atmungsaktive Bekleidung mit dem Altern zu schnarchen? Falls ja, und das ist naheliegend, dann wäre das unangenehm, vor allem bei entsprechenden Schlafsäcken, insbesondere wenn man damit draussen übernachtet, und dieser auch noch an Heuschnupfen leidet und damit erst recht Atemprobleme hat.

03.04.2018

Eine Zukunft ohne Erkältung

Wird es irgendwann wieder eine Zeit geben, in der im Büro um mich rum nicht alle so schwer erkältet sind, dass man sich in einem Hundeheim wähnt? Eine Zeit, in der man einmal am Tag für einige Sekunden ungelyncht das Fenster öffnen darf, damit die Bakterien auch mal hinausfliegen können weil sonst die Sättigungsgrenze für Bakterien in der Atemluft erreicht ist und der Anteil des CO2 zu Halluzinationen führt? Das würde mich freuen. Aber leider lebe ich in einer Welt, in der die Menschen eigentlich immer erkältet sind. Aber warum eigentlich? Und warum bin ich es nicht? Vielleicht bin ich ein Mutant?

26.03.2018

Graswurzelbewegung

«Graswurzelbewegung». Plötzlich ist das Wort da. Woher auch immer. Nie gehört, dann, seit heute, ist es einfach da. Ich habe zuerst «Gruselwarzenbewegung» gelesen.

20.03.2018

Im Goldenen Schritt.

Schon wieder dieser Goldene Schnitt; ich finde es immer wieder interessant, wie ich von Laien gefragt werde, ob denn dies oder das auch dem Goldenen Schnitt entspräche. Ich muss das jetzt hier mal klarstellen: Der Goldene Schnitt kann mich mal, ich bin Gestalter, kein Mathematiker. Da bemühe ich mich lieber um den Goldenen Schritt.

14.02.2018

Mohammedwurst

Wenn ich einen Freund habe, der Mohammed heisst (bei den Saudi Arabern heisst ja jeder 3. so), von diesem eine Karikatur zeichne und darunter "Mohammed" schreibe, habe ich dann ein Problem wenn ich dort lebe? Oder ich zeichne wirklich den Mohammed, und wenn ich deswegen Probleme bekomme, dann behaupte ich einfach, es sein ein Kollege. Oder?

15.01.2018

Eine E-Mail von einer lieben Dame aus Russland. So etwas muss für die Ewigkeit bewahrt werden (nicht die Frau, der Brief)

Guten Abend.. Was fur ein ihre Gemutsverfassung? Ich habe schön Gemütszustand, da neulich habe ich dein Adresse in einer Heiratsagentur erhalten.. Ich bewarb mich an eine Heiratsagentur, um einen Person für eine serios Verhältnis zu finden! Dann einer Online-Dating hat mir uber dich hersagen.... Ich wirklich hoffe es, sie wirst nicht gegenuber meinen jählings Schreiben sein. Ich will mich nur entschuldige dich für das, was ich dir unerwarteten schrieb... Ich glaube ihr werden erfreut sein zu erhalten uber mein Schreiben... Ich würde gerne etwas über mich erzählen. Mein Name ist Irina... Ich komme aus Russische Foderation!!! Ich glaube, das die Strecke zwischen uns erschreckt dich nicht!!! Ich wohne bei meiner Mütterchen! Wir lebe in einer Menge Spaß!!! Ich es liegt daran, das wir außerst Spaß! Ich bin ein einsames Frau!! Ich möchte Mann sich treffen der wollen ist für eine liebes Einstellungen...Das ist genau der Ziel meine Bekanntschaft...Ich möchte außerdem uber mich Leben sagen: Ich liebe tätig Erholung, ich fahre gerne Rad...Ich gefällt im Park gehen, Tennis Spielraum, Ski kugeln!! Ich gefällt auch viel andere Hobbys, welche mich mit Tatkraft aufladenIch gefallt Campingausflug , Besichtigung!!! Ich gefällt Kommunikation und ich schatze Ehrlichkeit in Menschen... Seit hersagen der Absicht meine Bekanntschaft ist eine liebes Verhältnis.Darum will ich nur sag, das ich nach einen Mann suche, der nicht Angst vor einer ernsthafte Beziehung hat!Ich würde gerne einem Mannlich finden, der Fraulein respektieren! Ich schatze Lauterkeit in Leuten. Ich hoffe dass wir ihr lieber kennenlernen können!!!Ich werde glücklich sein mich, wenn ihr mir ein wenig über dich erzählen! Ich werde glucklich sein falls du mir eine mehrere Photographie entsenden... In ihr e-mail können sie mir Angelegenheiten fordern... Ich werde sehr schön mit Ihre Antwortbrief sein..Ich warte sehr Ihrer Schreiben!!!!

07.12.2017

Santinigginäggi ...

... hinter der Bombe steck‘ ich. Auch für Christen, die sich – gerade in diesen Tagen – für das Konvertieren entscheiden, gibt es aus Nostalgiegründen den Schoggichlaus als explodierter Selbstmordattentäter. Ein Jihadchlaus sozusagen. Formschön und echt macht er auf jedem IS-Tisch eine gute Figur.

22.11.2017

The Laubbläser Grudge

Unsere Kinder werden sich irgendwann nicht mehr an das raschelnde Gehen durch gelbes und rotes Laub erinnern, wenn man sie nach ihren Eindrücken über den Herbst fragt … sie werden sich an das Geräusch unzähliger, immerbrummender Laubbläser und deren Gestank erinnern.

06.11.2017

Wider der Hybris des Laubbläsers

Unser Büronachbar wischt seinen Hinterhof mit einem Besen. Er kann einem Leid tun – wohnt er doch in Reinach BL, wo der Besitz eines Laubbläsers ein kulturell tief verwurzeltes Statussymbol ist.

25.10.2017

Hilfe ist gefragt!

Einige Fahrradefahrende bewegen sich derart langsam, dass sie eigentlich umfallen müssten, weshalb es fraglich ist, ob sie sich noch an die geltenden physikalischen Gesetze halten, und ob es dafür nicht Bussen geben muss, denn Gesetze sind schliesslich Gesetze. Und überhaupt dann noch dies: Die Fähigkeit der AutofahrerInnen, ihr Fahrzeug und den Verkehr zu beherrschen, nimmt schneller ab, als die Etablierung selbstfahrender Autos zunimmt. Wohin führt uns das nur, und wird uns Donald helfen können? Oder Angela?

Accidentally Epic Dialogue

Ach ja; die Dame sollte sich vielleicht mit David Klein anfreunden.

16.10.2017

Dittinger Flug Tage

Dittinger Flug Tage oder Fluchtage – oder haben sie Dittingen schon einmal vorbeifliegen sehen? Eben. Und wenn ich nur Unfug sage statt Flugtage.

Salafisten (fist = engl. für Faust)

Information ist frei.

Angenommen, das Internet mit all dem frei zugänglichen Wissen und den Möglichkeiten wäre dir völlig unbekannt; würdest du glauben, dass es so etwas gibt, wenn man dir davon erzählte? In der heutigen Zeit, in der kaum etwas umsonst ist? In der die Angst vor einer freien Gesellschaft das Denken einschränkt? Denke nur an Wikipedia oder youTube. Seien wir ehrlich: wohl kaum.

27.09.2017

Kauderfranzösisch

qu'est-ce-que c’est ça?
Was'ist-dieses-was das’ist das?
Der Versuch, meiner Tochter dieses Kauderwelsch von Sprache zu erklären.

15.09.2017

Autoresponder

Finde die sechs (6!) Fehler im Autoresponder eines Mitglieds der Geschäftsführung. Nix mehr zu sagen. Ich auch nicht.


Buddhaenergie

Jesusenergie, Buddhaenergie, Atomenergie. Wie beim Essen oder der Farbe des Uhrenarmbandes wählen wir nun auch die Energie, deren wir uns frei bedienen – ob es die Gottheit nun will oder nicht, geschweige denn, ob sie welche absondert. Atomenergie ist real.


Der M0hrenk0pf

Die Diskussion um die Benennung des mit einem Schokoladenmantel umhüllten Eiweisspfluders hat so einiges angestossen. So gibt es Gemeindewappen mit Köpfen dunkelhäutiger Menschen oder Restaurants mit seltsam dunklen Namen sowie negativ behaftete Ausdrücke und ein Kartenspiel. Die eingangs erwähnten Produkte hingegen sind schon lange Gegenstand politischer Diskussionen: Der Mohrenkopf. Der Begriff "Mohr" ist klar abfällig und deshalb als rassistisch zu verurteilen. Die Idee aber von einem Kopf zu sprechen, dessen Farbe jener des genannten Genussmittels entspricht, ist vielleicht nicht ganz so weit hergeholt, wie ein Video zeigt, dessen Quelle mir leider nicht bekannt ist. Falls es unangemessen oder strafbar ist, dies weiter zu verbreiten, dann bitte ich um Entschuldigung und werde es umgehend entfernen, und ich distanziere mich auch klar von jeglicher Art des Rassismus oder überhaupt undsoweiter. Spass hat es aber trotzdem gemacht.




13.09.2017

Wer wurde eigentlich …

Bachelorfette? Und wie fett war sie wirklich?

Reden wir mal über … Gleichberechtigung

Gleichberechtigung (Neudeutsch Gleichstellung) klammert aus, dass Männer entweder ins Militär, in einem Pflegeheim arbeiten oder ins Gefängnis müssen, während die Frauen frei über dieses Jahr verfügen können; sie werden ein Jahr früher pensioniert und werden 4,4 Jahre älter. Das sind total 6,4 Jahre mehr Freiheit/Lebenszeit/Qualität. Dies entspricht 12,5% der durchschnittlichen Lebenserwartung der Männer. Das durchschnittliche Einkommen der Frau ohne Kaderstelle liegt leider (z. T. begründbar) 6–10% unter jenem der Männer. Männer, die Teilzeit arbeiten möchten, werden anders (nachteiliger) beurteilt als Frauen, wodurch ihnen dies erschwert wird. Männer in körperlich belastenden Berufen dürfen bis zu 25 kg tragen, Frauen max. 15 kg, auch wenn sie stärker sein sollten als der Mann (Suva). Wir können also ohne weiteres darüber nachdenken, wenigstens das Rentenalter für beide Geschlechter «gleichzustellen», damit der Mann gegenüber der Frau nicht nachteilig behandelt wird.
(Quellen Zahlengrundlagen: Bundesamt f. Statistik, admin.ch)
Die Scheinargumente betreffs der vielen Gratisarbeit, die Frauen (angeblich mehr) leisten als Männer, oder dass sie deshalb früher pensioniert werden, weil sie weniger Lohn beziehen, sind gleichermassen falsch, weil das eine mit dem anderen weder vermischt werden kann, noch auf dem Buckel der Männer ausgetragen werden darf. Und wenn die Haushaltsarbeit und die Zeit im Park mit den Kindern, die Zeit beim Kaffekränfli oder in der Badi entlöhnt werden soll (was er durch den Mann ja bereits wird oder werden sollte, indem der Lohn gleichermassen geteilt wird sofern Kinder vorhanden sind), dann sollte der Mann dort nichts mehr leisten und erwarten, dass er sich einfach hinsetzen kann wenn er von der Arbeit nachhause kommt. Anderfalls sollte er für jeden Gutenachtkuss, den er den Kindern gibt, auch entlöhnt werden. Und apropos: Wer soll die Hausfrau zusötzlich entlöhnen und wer kontrolliert ihre Arbeit, so wie diejenige des Mannes von dessen Chef kontrolliert wird? Wer ist in so einer geregelten Beziehung dann der Chef?

03.09.2017

Schnurkel und Matsch

A: Kondaminiert hat nichts mit Kondom zu tun. Meinst Du konTaminiert?
B: Kontamtaminiert. Kontamarinierd. Kontamarine. Kontamanieren. Kontariander. Kontamäander.
Ich hör mir Merkel und Schulz an. Märkel und Schnulz. Schnärkel und Muntsch. Schnurkel und Matsch.
Ich fand das jetzt grad hammerlustig.

28.08.2017

Guck doch ein youtube-Tutorial dazu oder "Fragen verboten".

Wir leben in einer tollen Zeit. Man kann das Internet alles fragen. Zu jeder Frage gibt es tausende von Antworten. Man kann so nächtelang lesen und sich dann für diejenige entscheiden, die passt. Man kann sich so auch vieles beibringen – sogenannte Tutorials sind hilfreich, und man fragt sich, wie es möglich ist, dass es nahezu zu allem ein erklärendes Video gibt. Ich kann mir ein Haus bauen und hoffen, dass der Hobbyfachmann, der das Video gemacht hat, weiss, wovon er erzählt. Manche Tutorials benötigen viel Zeit, wenn mir erklärt wird, was ein Hammer ist und wofür er nicht gebraucht wird. Alles in allem aber eine grosse und wertvolle Errungenschaft. Es ist auch äusserst praktisch: Um anscheinend die eigene Unwissenheit, Unsicherheit, Faulheit zu kaschieren, bekomme ich zur einfachsten Frage einfach nur noch eine Antwort: «Gibt’s youtube-Tutorials dazu». Ja danke. Und um das noch zu toppen, wenn ich dann wie ein Grufti aus der Zeit vor der Erfindung des Telefons dastehe: «Ich bringe mir alles mit youtube bei.» Ich bin ja so ein blöder, dass ich mich zu fragen traue – es ist peinlich. Fragen verboten, man muss alles wissen. Eines Tages fragt mal jemand, wie man ein marodes AKW zurückbaut. Wer wird wohl dazu ein Tutorial gedreht haben? Vielleicht Doris Leuthardt?

16.08.2017

Deutschland sucht den Suppenstar

Weshalb sucht Deutschland einen Suppenstar und was muss der können?

Klärungsbedarf

Als ich mit furzen fertig war, war ich um 2 kg schwerer. Biogas. Ach nein, nicht das, das wollte ich Ihnen nicht erzählen. Neulich im Wachsfigurenkabinett. Wachsfiguren. Stand dort auf dem Schild. Ich begab mich hinein weil mich das interessierte, besonders seit mir jemand gesagt hatte, ich sei nicht besonders gross. Die Figuren dort drin sahen aus wie echte Menschen, aber mir wurde versichert, dass sie es nicht waren. Ich glaube, eine dieser Menschen blinzelte mir zu, das war mir unangenehm, aber immerhin beurteilte ich sie kleiner als mich. Nicht viele Besucher fanden sich ein, so hatte ich Zeit und Ruhe, mich darauf zu achten, weswegen ich hergekommen war. Gegen Abend kam der Museumswächter und bat mich, jetzt zu gehen, sie würden schliessen. Ich sagte, ich habe noch keine Veränderung bemerken können, aber der Mann taxierte mich mit seltsam unbestimmbarem Blick. Also kam ich am folgenden Tag wieder, gleich in der Früh. Zum Glück war es ein sonniger Tag, weshalb es keine Besucher hatte. ich setzte mich auf einen Besucherstuhl und wartete, schloss die Augen und lauschte in mich hinein. Abends eilte ich schnell nachhause wo ich alles zur Prüfung bereitgelegt hatte. Doch mit einem Anflug enttäuschten Zorns musste ich hinnehmen, dass sich erneut nichts verändert hatte. Also begab ich mich tags darauf erneut dorthin und verlangte den Direktor zu sprechen. Ich sah mich gezwungen, ein wenig unflätig aufzutreten, denn erfahrungsgemäss hatte ich damit Erfolg.
«Ich möchte mein Geld zurück; es ist Betrug weil es nicht funktioniert.» sagte ich ihm nach der Begrüssung.
«Nun, mein Herr, es ist natürlich Betrug, diese Menschen hier sind nicht echt, sie sollen nur so aussehen.» Offenbar hatte er mich nicht verstanden.
«Nein, ich meine, dass es nicht funktioniert, ich bin kein bisschen grösser geworden!» polterte ich los, denn anscheinend wollte mich hier niemand verstehen.
Der Direktor blickte mich an, als sei ihm soeben ein glitschignasser Aal den Rücken hinunter in die Hose geflutscht und entgegnete:
«Ja also … das ist nicht so, wie sie sich das vorstellen … es geht hierbei nicht um’s wachsen, sondern um die Figuren. Verstehen Sie?».
«Nein, ich verstehe … ach so! Ja klar, logisch, ich Pappnase!» staunte ich, über mich selbst lachend. Nun hatte ich verstanden. Der Direktor lächelte auch, sichtlich erleichtert. Ich entschuldigte mich für meine Dummheit und verliess das Museum.
In den folgenden Monaten kam ich wiederholt zurück, um zu prüfen, ob man schon eine Veränderung sehen konnte. Ich hatte mein Massband mitgenommen und legte es an einer der schon zuvor damit gemessenen Figuren an. Als ich bei meinem letzten Besuch das Resultat ablas, kam erneut Enttäuschung in mir auf, und ich begab mich zum Eingangstresen, wo ich dem Herrn von der Kasse einen finsteren Blich zuwarf eh ich lautstark verkündete: «Ich wurde erneut auf’s Kreuz gelegt mein Herr!»
«Weshalb denn jetzt schon wieder?» entgegnete dieser, sich nach Beistand umschauend. Der Direktor erschien aus dem hinteren Raum, sah mich und lächelte gequält.
«Was ist vorgefallen, werter Herr?» rang er sich händeringend ab; sicher war er sich klar, weshalb ich – dieses Mal wohl zu recht – reklamieren wollte und fühlte sich ertappt bei seinem Betrug.
Ich aber wähnte mich sicher und überlegen, als ich triumphierend verkündete:
«Es ist ganz einfach! Ich habe genau nachgemessen. Die Figuren sind keinen Millimeter gewachsen. Erklären Sie mir also bitte, was das hier soll. Aber das können sie nicht, nicht wahr? Nein, denn es handelt sich ganz offensichtlich um einen Betrug an den unaufmerksamen Besuchern.» Ich konnte meinen Herzschlag des Stolzes in meiner Brust schlagen hören, es ging mir besser als je zuvor. Wie man sich doch daran laben und kurieren konnte, andere bei ihren Betrügereien oder Lügen ertappt und recht zu haben. Ich fühlte mich wenigstens etwas grösser. Ich wippte auf meinen Sohlen vor und zurück, als könnte ich damit das ganze Museum wie ein Kartenhaus umkippen lassen und sah ihm direkt in die Augen, dass er sich vor Scham winden musste.
Aber das tat er nicht. Nein, er öffnete den Mund und sagte, ruhiger als ein Wind im Vakuum:
«Die Figuren wachsen nicht … sie SIND aus Wachs.»
Was soll man darauf antworten, frage ich Sie, werter Leser. Nichts mehr. Deshalb begab ich mich nachhause und schaute Fern. Es war mir irgendwie schon zu blöd, wenn mir – als erwachsenem, intelligentem Menschen – jemand eine Figur aus Wachs für eine echte verkaufen wollte. Ausserdem hatte keine der Wachsfiguren einen Docht. Wie also sollte man diese anzünden? Ich witterte einen erneuten Betrug und begab mich anderntags ins Wachsfigurenkabinett um diese Sache zu klären. Mit mir ist nicht zu spassen wenn ich Betrügern auf die Schliche komme!

10.08.2017

Behauptung #567:

Die Velowege (Radrouten) entlang befahrener Strassen sind eine meist nutzlose Alibi-Übung. Es wird auch von Seiten der Pro Velo viel Wert auf teuren und umständlichen Schnickschnack gelegt, statt auf echten und praktisch erprobten Nutzen.

27.06.2017

Der Wind, die Hitze, das Büro, die Tür, die Fenster und die MitarbeiterInnen

Der Wind schleicht sich durch die geöffnete Tür ins Büro, sanft streichelt er meine Beine, schmiegt sich an meine Wange, spielt mit meinem Haar. Er ist liebevoll wohltuend, er verwöhnt mich mit einem Hauch Natur, die, hier am heissen Arbeitsplatz vor dem Computer, ferner nicht sein könnte. Der Wind meint es gut, er ist mein Freund, und er lässt mich diese triste Starre hier ein bisschen vergessen.
Doch dann steht jemand auf, der im Sommer einen Schal trägt und schliesst die Tür, weil es zieht und die Luft verwandelt sich in Blei. Ein anderer schliesst die Fenster wegen des Lärms der vorbeifahrenden Autos und es wird totenstill. Jemanden friert es bei 28 Grad Raumtemperatur und feuchtschwüler, dicker Luft.
Ich bin gefangen im Mausoleum eines mir eigentlich gut gesinnten Planeten, aber die hier herrschende Rasse Ausserirdischer ist mir fremd, und mich beschleicht erneut dieses Gefühl, dass ich gleich nach meiner Geburt von meinem Heimatplaneten hierher verschleppt worden sein muss. Das merke ich daran, wir fremd mir alle hier manchmal sind – der Natur entrückt, ziehen sie es vor, eingeschlossen zu sein, weil sie es verlernt haben, die Natur, die sich auch im Wind manifestiert, zu geniessen.

29.05.2017

Kleine Frauen und grosse Autos

Das Problem zu kleiner und zu junger Frauen in übergrossen Offroadern auf zu tief, weil für ihre Macker eingestellten Sitzen; die den Kopf in den Nacken legen um über die grossen Armaturen blicken zu können, besteht darin, dass sie kaum noch navigieren, geschweige denn parkieren können. Früher hatten diese Frauen einen Fiat Punto; sie konnten zwar nicht besser Auto fahren, aber das machte nichts, weil es ihrer Grösse entsprach. Damals hatten Männer ein grosses oder schnelles Auto weil sie einen kleinen Pimmel hatten – zumindest sagten wir ihnen das um sie zu ärgern – heute haben die Girls auch grosse und schwere Autos, weil sie nicht zu Germany's next Flop Model oder Deutschland sucht den Suppenstar oder Die Bachelorfette gewählt wurden.

25.05.2017

Palmström fragte

Woher weiss der Platzregen, wo der Platz ist?

Darf man den Morgenstern auch an Abend einsetzen?

Sonnen sich Vampire im Mondschein – und bekommen sie Mondbrand?

Ist ein Raumschiff, das ausschließlich mit Frauen besetzt ist, eigentlich unbemannt?

Sind nymphomane Hündinnen zwangsläufig?

Wie lange muss eine Katze trainieren, um einen Muskelkater zu bekommen?

Gibt es in einer Teefabrik Kaffeepausen?

Lieber e Brülle im Rucksack, als e Brüllsack am Rucke.

20.05.2017

Frei sein.

Ich bin so ausgesprochen happy, dass ich es so weit gebracht habe. Ich verschmachte nicht in einem Anzug und stranguliere mich nicht täglich mit einer Krawatte, und ich muss auch keinen Bonzenkarren rumfahren um einen Status zu unterstreichen. Ich muss nicht das Gefühl haben, es weit gebracht zu haben, denn ich habe es weiter gebracht; ich bin frei.

10.05.2017

Sand in den Augen

Morgens hat man(n) nicht nur ab und zu eine Morgenlatte sondern auch Blei im Mund und Sand in den Augen. Ja, Sand, daher der Spruch, dass der Sandmann abends kommt. Der streut einem Sand in die Augen.
Weiss man ja. Der bekanne Dr. Sandstein vertrat 1868 die Meinung, dass man diesen Sand morgens auswaschen müsse, weil sich in Verbindung mit den salzigen Tränen Muscheln auf den Augen bilden könnten. Er konnte das aber nie beweisen. Als er alt wurde konnte er aber an sich selbst nachweisen, dass Haare aus den Ohrmuscheln wachsen, wenn man nichts machte. Es ass nie mehr Austern.

Superfood


Superfood Salad, zu deutsch «Superessen Salat», gibt es im Coop. Also habe ich mir gleich einen gekauft, weil ich auch super werden möchte. Ich wollte einen griechischen Salat zubereiten, fand aber keinen Superfood Feta oder Superfood Peperoni. Der Salat überzeugte mich dennoch, aber das Super konnte ich nicht schmecken. Mir wurde nicht klar, was es jetzt mit diesem Super auf sich hat. Ich warte mal – vielleicht braucht das Super eine Weile, bis es mir kommt. Also das klang jetzt blöde, ich weiss, ich meinte, bis es bei mir wirkt. Und dann ist es eine limitierte Auflage dieses Salates. Limitiert; als ob die Natur sagt: «Hey, ich hab soeben einen neuen Salat kreiert. Probiert ihn doch mal, ich evoltuioniere ihn in den kommenden Tagen mal eben weg.» Und dann ist wohl auch das Super weg.

18.04.2017

Jedem Kind einen Velohelm – immer und überall.


Was ist mit diesen Eltern los, die mit ihren Kindern per Velo zum Spielplatz fahren und diese dann mit Velohelm im Sandkasten spielen oder auf die Kletterburg lassen? Da hocken Sie friedlich im Sand und haben diesen riesigen und hinten langen Helm auf, sehen dabei aus wie eine Mischung aus grossem Calimero und kleinem Alien. Sie rutschen die Rutsche hinunter – natürlich alles mit Velohelm. Sie könnten sich verletzen, ja, dieses Risiko besteht, weshalb es natürlich nicht schaden kann, wenn die kleinen Lieblinge den Helm gleich auflassen. Dass gleich daneben ein auffallend gelbes Schild darauf hinweist, dass Helme auf den Spielelementen verboten sind, genauso wie Hunde und Pädos (die gingen auf dem Schild vergessen), merken oder verstehen sie nicht. Ja, Helme sind auf den Spielplätzen verboten; warum? Weil die eigene Körperwahrnehmung sich auf den Kopf beschränkt und nicht auch noch auf einen unsinnig riesigen Helm, mit dem man sich versehentlich stranguliert oder köpft weil man irgendwo hängen bleibt damit. Unfälle gibt es immer wieder. Eine Statistik, die ich aber nicht selbst fälschte, und deren Quelle ich auch vergessen habe, ja, besagt, dass es sogar mehr solcher Spielplatzvelohelmunfälle gibt als solche im Verkehr ohne Helm. Ich frage mich – mag es dasselbe sein, wie die Leute, die den Automotor nicht abschalten, weil sie zu faul dazu sind und ja nur schnell das Leergut entladen oder sich am Kiosk Zigis kaufen und dabei gleich noch einen Kaffee trinken und die Zeitung lesen? Vielleicht. Faulheit, Dummheit, Helikopter-Eltern? Es wird wohl von allem etwas sein. Zum Glück gibt es Velohelme, sonst dürften diese Kinder vielleicht gar nicht auf die Spielplätze.

05.04.2017

Veganisch-biodynamischvegetarisches Rinds-Steak, bleu serviert.

"Es sagt mir kein Hanswurst Hess ob ich Brat- oder Vegiwurst ess’!"
( Artikel zum Thema und ungefähre Bildquelle: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/15856590 )

29.03.2017

Mein iPhone und ich – oder Mein User mit mir.

Es ist OK wenn ich mit einem Buch an der Bushaltestelle stehe. Es ist gut, wenn ich die Zeitung lese während ich auf's Tram warte. Im Zug lese ich eine Zeitschrift, wie viele andere Menschen jeglichen Alters auch. Das sind gute Orte und Momente, die Zeit zu nutzen, neues zu lernen oder zu erfahren. Niemand wird einen Einwand dagegen halten. Alle sind diesen Anblick gewohnt. Doch wenn ich ganz genau dasselbe mit meinem iPhone mache – Zeitung, Buch, Magazin lesen – dann findet man das komisch; alle stünden nur noch mit ihren Händies herum, abgekapselt, unkommunikativ, träumend. Ihr habt keine Ahnung was wir da tun – man kann damit wesentlich mehr als nur mittels SMS tratschen; habt ihr nicht gewusst gell. Ist aber so. Lasst euch sagen, ihr aussterbenden Paleomedialisten, es ist nur in euren Köpfen! Ihr interpretiert und beurteilt einen gewöhnlichen Vorgang komplett anders nur weil es nicht aus Papier und klein ist. Ausserdem ist es absolut meine Sache, wie und mit welchem Gegenstand ich in der Öffentlichkeit meine unfreiwillige Wartezeit als Teil meiner dahintickenden Lebenszeit verbringe. Ich kann das tun womit und wie ich möchte. Keiner von euch kommt auf die Idee zu sagen, man solle sich diese Zombies mit ihrer Zeitung, mit ihrem Buch ansehen; weil es halt normal ist. Ich lese meine Infos auf einem handlichen Gerät, welches diese obendrein aktuell präsentiert. Vielleicht lerne ich ja sogar; eine Sprache, ein Studium oder ich schreibe an einem Buch, ein Bestseller womöglich, und ich recherchiere und mache Notizen dazu. Zuweilen mache ich mobile Office weil ich ein Power User bin. Was kümmert's euch? Es ist meine Sache. Ihr beklagt, man rede nicht mehr miteinander. OK, ich setze mich mal hierhin und tue absolut nichts. Da kann man dran eingehen. Mit oder ohne Händy oder Tablet – es redet keiner mit mir. Also hört auf und lasst uns Digitalnerds endlich zufrieden, wir tun ja keinem was zuleide.

26.03.2017

Paradies

In Reinach kommt man nach dem Tod ins Beerdigungsinstitut. Dort kann man seinen Tod planen. Und weil man tot nicht mehr weit gehen mag oder dazu in der Lage ist, kann man einfach eine Tür nebenan reinfallen um das Weinparadies zu erreichen. Reinach tickt anders.

Friedhofpipi


In Reinach geht man für's Pipi auf den Friedhof. Oder falls man beim Geschäft machen daran stirbt, ist man schon dort. Oder falls man vor dem Sterben noch einmal muss, ist auch das angeraten. Oder wer hierhin macht, wird auf der Stelle zum Friedhof gebracht. Oder wer zum Friedhof möchte, ist angehalten, danach oder davor oder mittendrin noch einmal zu geschäften. Oder zeigt das Symbol einfach nur zwei offene Särge dar, in denen je ein Mann und eine Frau liegen? Unklare Bedeutung also, aber ich tippe auf meine letzte Vermutung. Warum eigentlich sieht das Symbol der Frau aus wie ein Starfighter oder eine X-15 oder Marylin Monroe?

25.03.2017

Weirdo easter Bunny

Der gefürchtete Horrorhase nun auch im Coop gesichtet – steht die Welt vor einer neuen Bedrohung?

Pimmelis

What we do ...

... when he is out.

20.03.2017

Test: Bist du ein guter oder ein schlechter Mensch?

Kreuze pro Gruppe eine (evtl. Mehrfachauswahl nötig) Auswahl an:

Du bist ein Mann (-1)
Du bist eine Frau (+1)
Du bist metrosexuell (+2)
Du bist weder noch und/oder aber beides/nichts/alles (+3)

Du gehst täglich einer regulären Arbeit nach, die du ernst nimmst (-1)
Du arbeitest Teilzeit und verbringst die restliche Zeit mit Reisen (+1)

Abends bist du gesellig und hebst gern einen oder schaust dir allein bei einem Bier einen guten Actionfilm im TV an (-1)
Du verteilst welkes Gemüse an Bedürftige während du selbst gerne Sushi essen gehst (+1)

Du magst ab und zu ein feines Stück Fleisch vom Grill (-2)
Du bist VegetarierIn (+2)
Du bist VeganerIn (+5)
Du bist WeganerIn (0)

Du meditierst nicht (-2)
Du maschst kein Joga (-2)
Du machst Joga (+2)
Du meditierst (+2)
Du machst Joga und meditierst täglich (+5)

Du findest es wichtig, links zu sein und wehrst dich gegen alles Rechte (-1)
Du findest die Unterteilung in Links und Rechts überholt ohne dies aber nachvollziehbar begründen zu können (+1)

Du hältst dich bei den News an Fakten aus überprüften, vertrauenswürdigen Quellen und eigenen Beobachtungen (-2)
Du bist offen für Verschwörungstheorien und recherchierst in Social media, alles andere ist Lügenpresse (+4)

Du liebst Menschen mehr als Tiere (-1)
Du liebst Menschen und Tiere gleichermassen (+1)
Du liebst Tiere mehr als Menschen, weil die Menschen es nicht verdient haben (+2)
Du bezeichnest dich als Philanthropen/in, findest aber, die Menschheit sei ein Schädling auf der Erde (+3)

Du weisst, dass es eine Geisterwelt sowie ein Leben nach dem Tod gibt (+1)
Du liest Bücher darüber und kennst Pascal und Mike persönlich (+2)
Du bist auf dem Weg zur Erleuchtung, musst das aber nicht beweisen, da stehst du bereits drüber (+3)
Du freust dich darüber, was die Menschen wissen und hältst dich an Fakten und Forschung (-1)

Du magst harte und aggressive Musik (-1)
Du magst Barfusstanz (+1)

Du lernst im Ausgang jemanden kennen und flirtest weil dir danach ist (-1)
Du lernst im Ausgang jemanden kennen und verhältst dich gentrifiziert asexuell (+1)
Mann: macht dir eine Frau Komplimente und du denkst unfreiwillig spontan an Sex mit ihr? (-2)
Mann: macht dir eine Frau Komplimente und du denkst dir nichts dabei? (+2)

Du fährst Velo (+1)
Du fährst ein modisches Fixie ohne Bremsen, Licht und Schutzblech, das du jeden Hügel hochschieben musst, deshalb bleibt es oft daheim (auch weil es geklaut werden könnte) (+2)

Zusatzfrage:
Du bist im Plus (-20)
Du bist im Minus (+20).

Auflösung:
Gibt's keine.
1. Preis: Gut nachdenken
2. Preis: nachdenken
3. Preis: Weitermachen

16.03.2017

Amygdalaphobie

Blöder Gedanke – so ganz plötzlich in meinem Kopf aufgepoppt – steuern wir auf einen Religionsweltkrieg zu? Sicher nur ein phobischer Ausrutscher meiner Amygdala (welcherart diese Phobie auch immer sein mag; irgendjemand hat sicher eine dafür erfunden).

09.03.2017

Restraurant

Mürren, Allmendhubel. Wer traut sich? Man kann sich auch trauen lassen. Trauergäste sind auch willkommen.

06.02.2017

Chewbacca for President

Wer kann morgens auf dem Klo auch furzen wie Chewbacca redet? Und wer wird dabei von Han Solo verstanden? Warum komme ich jetzt damit wo alle von dieser Arschgeige Donald Trump reden? Ja stimmt, Chewbacca hätte man auch nicht verstanden, aber er wäre der bessere Präsident der USA.

02.02.2017

Unternehmenssteuerreformdrei

NEIN zur USR3, die eigentlich ISSA 3 (Indirekte Schenkungssteuer für Aktionäre) heissen sollte:
> Steuern sichern!
> Einkommen sichern!

Wer NEIN auf seinen Stimmzettel schreibt, verliert nicht automatisch seinen Arbeitsplatz. Mit einem JA hingegen sichert man ihn kein bisschen.

Mit einem JA setzt man ein Zeichen, dass man ausgenommen werden kann – und es wird wiederholt.

01.02.2017

Vampire

Sonnen sich Vampire im Vollmond? Und bekommen sie Mondbrand? Warum sind Zombies so beliebt? Was passiert, wenn ein Zombie einen Vampir beisst? Zompir oder Vambie? Ist es besser, ein Vampir sein zu wollen oder ein Zombie? Ich würde mich für einen Vampir entscheiden, die wohnen in einem Schloss.

31.01.2017

Wu!

Hunde sagen nicht «Wau» sondern «Wu», ihr müsst mal genau hinhören. Das ist eine Verschwörung, die Kinderbücher und Kindergärten verkaufen uns ein Wu für ein Wau (od da die Hundelobby dahintersteckt?). Die Hunde können nur zwei Buchstaben sagen (oder bellen), aber sie kombinieren diese nicht, denn sie könnten ja auch «Uw» oder «wwwwwwww» oder «uuuuuuuu» sagen/bellen. Wir können also festhalten, dass «Wu» für sie quasi ein einziger Buchstabenlaut ist. Nun sind sie ja angeblich seit ca. 10’000 Jahren domestiziert … da könnte man zumindest erwarten, dass sie geschnallt haben, dass «Wu» aus zwei Buchstaben gebildet wird. Vielleicht sogar drei, wenn man ein stilles «h» am Ende annimmt. Was haben die Hunde eigentlich die ganzen tausende von Jahren gemacht? Die sollten längst fliessend 30-sprachig sein.

22.01.2017

ÖV (wieder einmal)

Schnee und Eis sowie eine beendete Grippe haben mich für ein paar Tage vom Velo auf Bus und Tram vertrieben. Dabei habe ich das wohl störendste Problem des Fahrens in übervollen ÖV eruiert: Der Mundgeruch des Steh- oder Sitznachbarn/-in. Das kann gleich eine neuerliche Magen-Darm-Grippe verursachen.

Krippenspiel

Es weihnachtet. Oder hat geweihnachtet. Das Geweih und das Genachtet. Dies ist ein Krippenspiel. Kann man selbst machen. Man kann auch Früchte ohne Männlein und Weiblein verwenden. Oder Bürogegenstände. Und danach kommt die Grippe.

06.01.2017

Die Casper

Casper liegt komisch auf der Matratze. Macht sie Yoga? Und was hat ihre Stellung mit ihren Tagen zu tun? Wir wissen es nicht. Aber vielleicht beginnen die besten Tage damit, dass man sich ihrer annimmt – wenn Casper schon so daliegt und sich anbietet? Ja, so wird es sein. Aber warum heisst es «… beginnen auf EINER Casper»? Gibt es mehrere von ihr? Vielleicht. Nun fragt sich noch, wer dieser verkümmten Frau bloss den Namen Casper gegeben hat.

22.12.2016

Neue Männer braucht das Land!

Heutzutage wissen wir Männer alle Bescheid über Genderfragen und Kommunikation, essen vegan, sind metro- oder asexuell und machen jeden Tag Yoga und Meditation. Und statt Bier trinken wir solidarisch Schwangerschaftstee.

01.12.2016

Eine Utopie oder eine Utopie war es einmal

Untehrnemenssteuer. Untehrnemenssteuer-Reform oder USR. Mit der USR 3 merkte das Volk noch immer nicht, dass es die Arbeitsplätze trotzdem verlor, obschon man ihnen gesagt hatte «Arbeitsplätze sichern», «Wirtschaftsstandort Schweiz sichern» und «Wirtschaft entlasten zum Schutz der Arbeitsplätze», wie auch die Wochenarbeitszeit erhöht und der Lohn heruntergesetzt wurden. Doch das war ja schliesslich immer noch besser als ohne Arbeit zu sein. Mit der 4. USR wurden die Unternehmen von jeglichen Steuern befreit, und man gewahr ihnen das Recht, den erforderlichen Stellenabbau ohne Begründung auszuführen, wenn es dem Erhalt des Unternehmens diente, das ja schliesslich Arbeitsplätze sicherte. Mit der 5. USR durften die Angestellten einen Beitrag an die Unternehmenssteuer leisten – deren Definition war nicht mehr die Abgabe an den Staat, sondern die Einnahme; Unternehmenssteuer bedeutete nun, dass Angestellte an die Unternehmen eine Steuer entrichten mussten. Die USR 6 setzte durch, dass jedes Individuum, ob angestellt (eher selten) oder nicht (eher die Regel), eine Unternehmenssteuer zu zahlen hatte. Diese wurde direkt vom Einkommen abgezogen. Davon wurden unter anderem die Roboter gewartet, die nun Angestellte waren. Die Roboter erzeugten Produkte, die wir nicht wollten, und die gerade so teuer waren, dass wir sie uns noch leisten, aber niemals sparen konnten. Es war völlig selbstverständlich für die Menschen, schliesslich ermöglichten die Unternehmen ein menschenwürdiges Dasein. Bund und Kantone meldeten in den Unternehmensmedien, dass sie sehr zufrieden seien mit dem Erfolgskonzept Unternehmenssteuer-Reformen. Die Schicht der Arbeitgebenden – die viele mehr Einkommen haben/nehmen – werden dann natürlich nichts an die Unternehmen bezahen, an denen sie selbstverständlich partizipieren. Sie gehören den 0,01 Prozent der Feudalherrscher an, die die fast arbeitslose Masse Leibeigener beherrscht. Die Endform der Corporatokratie ist erreicht.

Nicht unser Problem

Liebe Autofahris, es ist nicht unser Problem. Es ist euer Rotlicht, euer Stau, eure Unmut, nicht meiner, ich habe damit nichts zu tun. Aber ich atme eure Dreckluft. Täglich, morgens wenn ihr den Motor laufen lasst um das Eis wegzuschaben, abends, wenn ich durch euren Stau schlängeln muss. Aber man darf nichts sagen, da seid ihr empfindlich, weil ihr wisst, dass wir recht haben. Man darf nicht überholen, da seid ihr eifersüchtig, weil ihr das nicht könnt – gefangen in euern blechernen Särgen. Man darf nicht bei rot rechts abbiegen, wenn nichts kommt, denn ihr dürft das auch nicht, lieber schneidet ihr mir den Weg ab. Ja, wenn ich mich euern Problemen, die ihr verursacht, unterordne, dann mache ich mich der Mittäterschaft an eurem Chaos, an eurer Umweltverschmutzung, an euren Unfällen schuldig. Es ist eures, aber wir Velofahris und Fussgängeris leiden darunter, sollen partizipieren; uns soll es ja nicht besser gehen als euch. Aber ihr modert in eurern Kisten mit Klima-Anlage, während wir euren Verbrennungsgestank einatmen, den ihr gar nicht wahrnehmt. Aber da machen wir nicht mehr mit. Das sind nun nur noch eure eigenen Regeln, nicht mehr unsere. Ausser der Luft und dem Platz, den ihr uns nehmt.

27.11.2016

AKW-Ausstiegsinitiative 46:64,5

Frau Leuthard, haben Sie schon eine Entschuldigungsrede an das, durch Sie und ihre MitstreiterInnen belogene, Volk in der Schublade, wenn eines der maroden AKWs in die Luft fliegt? Falls nicht, helfe ich Ihnen mit ein paar gerne benutzten Floskeln: "Niemand hat ahnen können, dass so etwas passiert; hätten wir gewusst, dass ... Und schliesslich haben ja alle von der Atomkraft profitiert ... wollten nur das beste ... ". Glauben wird Ihnen dann aber kaum noch jemand.

24.11.2016

David Klein in der BaZ gegen Heidi Mück (Basta)

24.11.2016, BaZ-Kommentar:
Aber Herr Klein; irgend etwas boykottieren wir doch alle. Wie sonst sollen wir kundtun, dass wir nicht damit einverstanden sind, dass ein Land, welches von den USA Milliardensummen zur Unterstützung seiner hochgezüchteten Armee erhält, die Verträge nicht einhält, und das den armen Menschen in Palästina das letzte bisschen Trinkwasser und Land wegnimmt? So einfach ist das, und so menschlich: Boykott. Da ist nichts antisemitisches dabei … haben Sie denn noch nie irgend etwas boykottiert? Und deshalb boykottieren wir halt jetzt israelische Produkte, resp. Produkte aus Israel, denn das steht uns frei.

22.11.2016

Wookie

Neulich musste ich auf dem Klo im Keller des Büros wiederholt furzen. Dort darf man das. Es war aber so röhrend laut und lange anhaltend, dass ich befürchtete, man möge es oben in den Büros hören. Zudem hatte es sich wie ein wütender Wookie* angehört. Als ich in die Büros zurückkam, rechnete ich schon damit, einer Horde dieser, in weisses Plastik gekleidete, Sturmtruppen gegenüberzustehen. Aber ich hatte Glück – oder Pech, denn es hätte ja auch Prinzessin Leia dort stehen können und mich küssen wollen, weil die Wookies aus mir unerfindlichen Gründen sehr beliebt sind. Die Sturmtruppen standen also nicht dort, was mich aber noch immer beschäftigt: Wenn meine Fürze wie das Gejohle eines Wookies klangen – was zur Hölle hatte ich dann damit gesagt und wer ausser mir könnte es verstanden haben?

*) Wookie: Grosses behaartes Wesen aus Star Wars (Chewbacca).

21.11.2016

Motivation

Als ich heute Morgen zur Arbeit fuhr muss meine Motivation wohl irgendwann abgebogen sein, ohne dass ich das bemerkt habe. Jedenfalls ist sie nicht hier. Aber wo könnte sie sein? Ich bin sicher, wenn ich heute Nacht ins Bett schlüpfe, liegt sie dort und wiill kuscheln. Aber dann kann sie morgen auch aufstehen und mit zur Arbeit kommen, vedeggl!

20.11.2016

#ashTagssinddoof

Ich liebe Hashtags (häschtäx). Ja stellt euch eine Welt vor, in der die Menschen einfache, klare Worte benutzten, um untereinander Nachrichten auszutauschen; die Langeweile würde uns doch töten. Wie schön ist es da, wenn man sich mithilfe aneinandergereihter Wortkapriolen zum eigentlichen Inhalt, zur Information vortasten kann – es ist so bereichernd, dass wir dies auf unsere Sprache übertragen sollten. #GipfeliZumZmorge #LiebeHaschtagPraktisch #DuDödelNichtneinSchnallstDu? #HashGagatagblabberblubb
Als initalen Laut für # schlage ich dabei eine Art Zischen vor, ähnlich dem Geräusch, an welches wir uns erinnern, wenn wir an die Veloventile unsere Klassenfeinde denken, gefolgt von dem Satz, den wir sagen möchten; diesen reduziert man auf die ohne Pause ausgesprochenen Nomen. Bücher könnten so dünn wie Klopapier werden, die Bibel fände auf einer Briefmarke Platz. Und die, welche diese Form der Wortbildung nicht verstehen, täten das, was sie schon jetzt tun: So tun also ob – und das sind vielleicht die meisten. Die anderen meisten finden es zum kopfschütteln und sind halt einfach alt geworden ... #JuergAltdoofHaschtagblindeDumpfbacke

18.11.2016

Im Arsch


Ich hatte das im Arsch stecken. Klar, dass die Ausserirdischeb mich untersuchten und mir diese Sonde hinten rein schoben. Nun steht das Teil in der Küche. Aber nun erinnere ich mich, dass ich Wein getrunken und mich gewundert hatte, wohin der Zapfen verschwunden und woher der Schmerz im Arsch gekommen war, als ich mich auf das Sofa setzte.

14.11.2016

Schoggist(äng)cheli

Am Kiosk einen Schokoladenriegel gekauft. Die liegen in der Auslage, in der Kälte und sind wohl hart wie irgendwas. Man möchte sie sich ja in den Mund schieben, aber weil man sie zuerst auftauen muss, fragt sich, welche Körperöffnung sich temperaturmässig wohl am besten dafür eignet.

13.11.2016

Trump

Trump hat mich etwas gelehrt. Ja genau, das hat er. Ich weiss jetzt, dass meine Vorstellung von Dummheit oder dumm sein lächerlich naiv war. Er ist ein lehrreiches Symbol dafür, wie erschreckend gefährlich Dummheit sein kann. Nach Reagen und Bush Jr. dachte ich, schlimmer kann es nicht mehr kommen - aber wie schaffen das die AmerikannerInnen bloss immer wieder, einen noch blöderen Kandidaten zu finden UND zu wählen?

Reinkarnation

Es gibt berechtigte Gründe, nicht auf ein Leben nach dem Tod zu hoffen. Zum Beispiel könnte ich als Fan der TV-Sendung Bachelor reinkarnieren. Oder als Sexsklave von Mike Shiva. Wozu eigentlich sollte es überhaupt nötig sein, zu sterben, wenn man als etwas anderes wiedergeboren wird als man ist, wenn man sich daran gewöhnt hat, sich so zu mögen, wie man ist? Das sind ja dieselben Leute, die beidem folgen.

17.10.2016

Ja, darf man ...

... wenn sie Erdogan oder Trump oder Kim heissen.

12.10.2016

Feentypen

1. Szene: Die Nuggifee
Ein Kind übergibt seinen Nuggi einer ins Bild greifenden Hand. Die Hand gibt dem Kind einen schönen, leuchtenden Kristall zurück. Das Kind lächelt zufrieden, schaut in die Kamera und sagt "Nuggifee!".
2. Szene: Die Zahnfee
Ein Kind lüpft sein Kopfkissen und legt einen Zahn darunter, dann legt es sich schlafen. Am nächsten Morgen sieht es schlaftrunken unter das Kopfkissen; der Zahn ist verschwunden, dafür liegt dort ein Geschenk. Das Kind lächelt zufrieden, schaut in die Kamera und sagt "Zahnfee!".
3. Szene: Die Blaue Fee
Ein kleiner Junge stiehlt einen Batzen, wird erwischt und gepackt, aber er sagt, er sei es nicht gewesen. Seine Nase wird lang. Doch eine Fee mit blauem Haar schwebt ins Bild, lächelt und nimmt ihn mit. Er zwinkert uns schelmisch zu und sagt "Die Blaue Fee!".
4. Szene: Die gute Fee
Ein nackter Mann liegt rücklings auf dem Bett, auf ihm sitzt stöhnend eine ebenso nackte Frau. Er bemerkt die sich nähernde Kamera, grinst uns an und sagt: "Meine Fee!".
5. Szene:
Eine dicke Frau sitzt im Dunkeln auf einem Blümchensofa und sieht fern. Auf ihren Brillengläsern spiegelt sich die Mattscheibe des TVs. Sie schiebt sich etwas in den Mund und kaut genüsslich. Dann bemerkt sie die Kamera vor ihr, lächelt, hebt die Hand in die Kamera, die etwas hält, schiebt es in den Mund und sagt schmatzend: "Toffifee!".
Plot:
Die Kinder glauben an die Nuggifee und an die Zahnfee.
An welche Fee glauben die Eltern?
An Toffifee.

Wintergedicht

Der Sommer war ein kurzer lauwarmer Furz ins Gesicht als ich gerade wegsah, und der Winter wurde mit dem ersten fallenden Blatt innert Minuten als eisige Masse über meinen nach Sonne gierenden, unvorbereiteten Körper geschleift. Mein Gott ist die vor drei Tagen wiederauferstandene Heizung, meinen Glauben finde ich zwischen Matratze und Decke und Erlösung gewährt nur die Badewanne. Kaum zu verkraften, dass der Winter vor und nicht hinter mir liegt ...

28.09.2016

Wichtige Regeln

Welches Plätzli kann man nicht in der Pfanne braten?
Das Arbeitsplätzli.

Auf welchem Stuhl kann man nicht sitzen?
Auf dem Stuhlgang.

Welches Müsli sollte man nicht essen?
Mickey Mouse.

24.09.2016

Der Storyteller


Zum Wochenende hin hat sich jemand aus unserem Team etwas näher mit dem Erzählen guter Geschichten beschäftigt. Eine gute Story vermag bei der Zielgruppe viel auszulösen, vor allem aber wird sie, richtig gestreut, neue potenzielle Kunden locken. Die Frage war, wer von uns ist ein guter und wer ein eher schlechter «Storyteller»? Wir haben uns im Büro und den angrenzenden Räumlichkeiten umgesehen und uns gegenseitig be- und gefragt. In unserer kleinen Küche wurden wir schliesslich fündig und konnten eindeutig den besten Storyteller identifizieren, wie auch einen unpassenden entfernen.

22.09.2016

Schon wieder der

Über den (oder eher "das"?) kann ich nichts mehr schreiben was lustiger oder blöder wäre als er selbst. Guckt doch einfach ab und zu bei shiva.tv rein, wenn ich nichts dümmeres oder einfältigeres einfällt. Im Anschluss könnt ihr noch bibel.tv gucken und euch über die gifitgtraurigen Fratzen amüsieren, die sich dort gegenseitig gern haben. Aber was zeigt er/es uns da eigentlich mit seinen Händen? Genau, es lässt sich umbauen (von was zu was?), und gerade erklärt er einer Anruferin, wie gross sie sein werden sollen. Sein sollen werden? Sein wellen sorten oder Weintortensellerie oder was auch immer, keine Ahnung zu was man das noch umbauen kann. Aber dem Hündchen links unten scheint es nicht zuzusagen.

Gott begegnen


Hier kann man Gott begegnen. Im Evangelischen Begegnungszentrum der Chrischona-Fabrikationsstätte. Gott begegnen heisst, dass man sich vorher die Hände waschen und sich einen langen Rock anziehen sollte. Ein Kreuz um den Hals gehört auch dazu, aber nicht golden und nicht zu gross, sonst hält dich Gott für einen Rapper oder Hiphoper; aber da er ja alle nach seinem Ebenbild geformt hat, wird er auch das akzeptieren. Stellt sich die Frage, wie Gott aussieht, wenn er uns nach seinem Ebenbild geformt hat. Oder gilt das einfach für die grobe Form – also Kopf, Torso, 4 Gliedmassen? Und wenn er dem Mann (also seinem Ebenbild) eine Frau zur Seite stellt, wo ist denn dann seine Frau und wie heisst sie? Viele Fragen, auf die ich hier aus Themengründen nicht eingehe.
Gottes Sprechstunde ist allerdings ausschliesslich Sonntags und nur von 9.30 bis 11.00 Uhr. Dann muss er woanders begegnen oder hat anderes vor. Wenn man diese Zeit nicht schafft, weil man zum Beispiel ausschlafen muss, oder weil man ganz hinten in der Reihe ansteht, und wenn man dran kommt, stellt eine griesgrämige Evangelistin ein Schild hin, welches mir verdeutlicht, dass ich einfach Pech hatte weil die anderen vor mir einfach zu lange begegnet haben. Aber dann hat man noch immer die Möglichkeit, mit der Chrischonabahn irgendwo hoch zu fahren und dort evtl. noch einmal zu begegnen, vielleicht sogar in derselben Gondel, in der auch Gott hochfährt.

Der Scherzbus

Der Scherzbus ist nicht etwa ein Bus, in welchem es scherzhaft lustig zu und her geht, auch der Chauffeur ist kein Scherzclown mit roter Bollennase, er sitzt tatsächlich ernsthaft dort und manövriert den Bus. Scherzhaft könnte man lediglich die Musik nennen, die bei ihm vorne aus der Kanzel dudelt. Auch der Bus selbst ist kein Scherz, er fährt wie jeder andere vorwärts und nicht rückwärts, man kann darin sitzen, und auch die Polster haben kein Furzkissen verborgen. Der Scherz muss also woanders verborgen liegen. Richtig, es handelt sich um eine Ortschaft, die wir aber nie erreichen, weil wir den Bus vorzeitig verlassen. Die Frage bleibt: Warum gibt es eine Ortschaft, die Scherz heisst? Vielleicht ist der Hintergrund der Benennung ganz einfach und hat nichts mit dem gemeinhin bekannten und beliebten Scherz zu tun. Was war zuerst da: Der Scherz oder die Ortschaft?

20.09.2016

Siri unter Sierra

Ich freue mich schon auf Siri am Mac: "Rufe Hans Muster an." Siri: "Wen darf ich denn für dich durchklingeln, Jürg?" "Hans Muster anrufen." Siri: "Ich habe das hier im Internet gefunden ..." Ich lese URLs mit dem Begrif Panzermuschel. Wusst ich gar nicht. Was wollte ich grade nochmal? Ach ja, nochmal: "Anrufen: H A N S M U S T E R." Siri: "Wen meinst du: Ferdinand Weissenstein, Hannelore Elsner oder Rudi Karrell?" "Ich möchte Hans Muster anrufen bitte." Siri: "Tut mir leid, Jürg, ich habe keinen Kontakt mit Olga Kotschistowa gefunden." "Neuer Anruf: HHAANNSS MMUUSSTTEERR." Siri: "Das kann ich leider nicht tun, Jürg, wenn dein iPhone gesperrt ist." Ja, danke Siri. Kannst ja nichts dafür.

19.09.2016

Ab ins Paradies – eine Tür weiter

Ist oder hat man abgelebt, besucht man ein Beerdigungsinstitut. Nun, entweder im Sarg, in einer Urne, auf Papier oder noch aufgebahrt, sicher aber die Hinterbliebenen. Während diese das Geschäftliche Regeln kann man eine Tür nebenan schon mal ein wenig Paradiesluft schnuppern. Das Weinparadies hat seine Öffnungszeiten denen des Beerdigungsinstituts angepasst, und wenn man Wein mag, ist es sicherlich einen Besuch wert – es mag bei der Entscheidung, welches Paradies das passende ist, dienlich sein. Vanessa Paradies ist ein wenig weiter weg und auch nicht mehr so frisch.

Mit Lack und Lederdiener


In die Sozialhilfebehörde als Diener und in Lack. Ja, warum nicht. Als neuer Diener der Lackdomina, die ja auch schon ein wenig gereifter daherkommt, tritt Mike in Erscheinung. Ein etwas unsicheres, dennoch unverkennbar wenn auch verkappt lüsternes Grinsen täuscht über seine Reife hinweg, die sich in ergrautem Haar dem seiner bisherigen Domina ähnelt. Nebst dem Haar werden die beiden vielleicht noch das eine oder andere austauschen – wir wissen es nicht, und das soll auch so bleiben. Wie es sich für einen Diener gehört, will er gerecht und menschlich auftreten, schliesslich durfte er das Wissen um die erregend wirren Ansichten seiner Partei von ihren Lackstiefeln lecken. SVP steht bekanntermassen für Samenerguss Vor Penetration, aber auch wenn es möglicherweise weder menschlich noch lustvoll zu und her geht, so hoffen wir doch, dass der Frau in Lack der Diener gefallen möge und sie sich klammheimlich davonschleichen.

Böse Strahlung

Ich verstehe gut, wenn jemand Mühe damit hat, den ganzen Tag an einem Computer zu sitzen – sogar wenn es ein iMac 27» ist; ja, sogar dann. Aber erinnert ihr euch noch an die Zeit mit den klobigen und bösen Blldschirmen (für die Natives: damals nannte man es so). Frauen – ja, Frauen, keine Männer – legten damals einen Rosenquartz neben den «PC», damit dieser all das Böse, das da aus dem Computermonitor inkarnierte, aufnehmen soll. Arme Steine. Man hatte deshalb damals einen 5-kg-Rosenquartzquartz auf dem Bürotisch stehen, der die negative Strahlung absorbierte und dadurch schmutzigbraun wurde. Man musste ihn dann ca. alle 2 Wochen an seinen Ursprungsort nach Lummerland bringen, damit er sich dort erholen und wieder rosa-transparent werden konnte. Während dieser Erholungszeit konnte man theoretisch ja nicht arbeiten, weil die die Strahlung auf der Stelle tötlich gewirkt hätte. Es sei denn, man hätte einen zweiten eingesetzt, während der andere in den Erholungsferien weilte. Damit ihr seht, wie das aussah, habe ich euch ein Foto beigelegt.

17.09.2016

IS


Bei der IS häufen sich, aus noch unbekannten Gründen, Knöchel- und Beinbrüche durch Stürze. Es ist ein grosses Rätsel. Ob Mohamed dahinter steckt? Jedenfalls wären Genick- und Schädelbrüche erwünschter.

15.09.2016

Bauer

TV.
Bauer, ledig, sucht ...
Bauer, ledrig, sucht ... 
Bauer, ledrig, verrucht ...
Bauer, klebrig, sucht ... (Seife)
Bauer, neblig, bucht ... (Ferien)
Bauer, mehlig, Sucht ...
Bauer, modrig, flucht …
Bauer, süchtig, klebt ...
Bauer, tüchtig, lebt ...
Bauer, löchrig, verlebt ...
Ich habe diese Sendung noch nie gesehen, aber der Titel gefällt mir.

14.09.2016

Der jüngste Tag

So, der letzte Sommertag, der letzte heisse und schöne Tag, danach wird es kühler, so vernehme ich. Die Medien überschlagen sich, der Weltuntergang steht bevor, aber nein nein, nichts dergleichen, es ist einfach langsam Schluss mit sommerlich warm. Man redet über das Wetter, und ich werde gewarnt, solle diesen Tag noch einmal so richtig geniessen und ausnutzen! Wir hören und lesen Tipps, was man denn so an diesem letzten aller warmen Tage unternehmen kann. Ganz so also, als ob die Welt morgen wirklich nicht mehr da ist. Darüber bin ich froh – nicht über einen potenziellen Weltuntergang – denn sonst wüsste ich echt nicht, was ich mit dem heutigen Tag anfangen sollte. Das Zeitungsblättchen hilft da: Eine Velotour. Wandern. Noch einmal in die Badi gehen. Den Rhein oder die Aare runter. Einfach unter einem Baum chillen. Schöne Vorschläge – wär ich nie drauf gekommen, nein, echt nicht. Ich bin so eine ideenlose Dumpfbacke, echt kacke, dass ich einfach tue, was ich immer unternehme: Ich gehe zur Arbeit. Warum schlagen die das im TV und in den Zeitungen nicht vor?

13.09.2016

Wieder einmal Herbst …

… und wieder einmal Laubbläser. Mal ehrlich: Wie laut dürfen Laubbläser sein? Und wie hoch ist der gesamtenergetische Aufwand, um ein einzelnes Blatt an seinen Bestimmungsort zu bewegen (wo auch immer der ist)? Und: Verdient jemand Geld am Einsatz von Laubbläsern? Könnten hier nicht Arbeitsplätze geschaffen werden? Es gibt ja diese Glasbläser, die schöne und kunstvolle Gläser blasen, die aber immer weniger gekauft werden, weil es die im Ikea billiger gibt, dort werden sie von Rentieren oder Eskimos geblasen, während unsere Glasbläser nichts mehr zu blasen haben. Könnten sich doch zu Laubbläsern umschulen lassen, sie müssten einfach auf allen Vieren über den Boden krabblen und das tun, was sie bisher taten: blasen eben. Und es wäre ruhiger. Heissen die von Glasbläsern geblasenen Gläser eigentlich Blasgläser? Und gibt es auch weibliche Bläserinnen? Heisst es Glasblaserinnen oder Glasbläserinnen? Die motorbetriebenen Bläser blasen Abgase raus, sind also Abgasblaser, haben aber keine Ahnlichkeit mir Glasbläsern. Abgase vs. Bazillen? Die Bazillen kommen so oder so raus, egal ob die rumsitzen oder Laub herumblasen. Abgesehen davon werden ja gerade zu Sommerbeginn mit diesem Herumgeblase sehr viele Pollen aufgescheucht, die eigentlich spriessen wollten; zum Leidwesen der AllergikerInnen.

08.09.2016

Apple erneut todgesagt

Aber gell, nicht dass ihr jedes Jahr nach der Keynote Apple für Tod erklärt – in einigen Jahrzehnten, wenn das Apple-Logo die amerikanische Flagge abgelöst hat und als Werbebanner für ETs die Mondoberfläche ziert, werde ich das dann nicht mehr lustig finden.

07.09.2016

iPhone 7

Das iPhone 7 ist da. Und es ist wasserfest. Das heisst nicht, dass ich damit Pinocchio im wassergefüllten Magen eines Wals suchen sollte, aber ich kann immerhin endlich unbesorgt im Regen telefonieren und unter der Dusche Pornos gucken, oder während des Badens Kochsendungen gucken. Wenn ich betrunken in einer Pfütze liege, dann kann die nasse Siri für mich ein Taxi rufen. Wenn ich alt bin und sabbere, stört das nur das Designer-Auge. Die Kamera schiesst noch beeindruckendere Bilder, macht aber aus meinem Gesicht noch immer eine Weitwinkel-Ballonfratze, welche meiner realen Schönheit nicht gerecht wird. Die Ohrstöpsel kommen ohne Kabel aus, ich freue mich schon, wenn ich dereinst auf jedem 2. Kinosessel solche Stecker finde, die den Leuten aus der Hosentasche gekullert sind. Nach wie vor bildet Aluminium das Kleid des edlen Teils, das ist zufiedenstellend, es hätte auch Plastik oder Pokémonhaut sein können. Mit iOs10 kann das iPhone endlich auch ohne Ünersetzung und Zauberei mit einem iPad oder iMac kommunizieren.

06.09.2016

Lindenblüten

Wenn unter den Lindenblüten die Blinden wüten während sie Hüte binden, dann möchte ich lieber im Schnee einen müden Blinden hüten als über Tee mit Lindenblüten brüten.

05.09.2016

Test

Was ist ein Test? Das Vorspiel zum Resultat.

01.09.2016

Bauer, ledig, sucht ... Andreas Glarner (einfach so)

Obschon ich "Bauer, ledig, sucht" noch nie gesehen habe (aber das wisst ihr ja alle), jeder Film aber alle 15 Minuten dadurch unterbrochen wird, muss ich feststellen, dass diese Sendung entweder sehr beliebt ist oder um mehr Aufmerksamkeit buhlt. Beides wird der Fall sein. Daher frage ich mich, was die Macher von "Bls" wohl machen, wenn dann mal alle Bauern verheiratet sind:
1. Bauer, verheiratet, sucht ... Scheidungsanwalt.
2. Bäcker, ledig, sucht (Zuckerpuppe)
3. Metzger, ledig, sucht (Frischfleisch)
4. SVP-Irgendeinrat, ledig, sucht (Thailänderin)
5. Andreas Glarner, allein gelassen, sucht (wer weiss das schon).
Gibt es noch viel ledige Bauern oder müssen wir diesen Rotz noch bis zum letzten Tag auf dem Bauernkalender ertragen?

26.06.2016

Immer noch der Alte

R2-D2 beim Flirt mit dem Alucontainer getroffen. Hab ihn trotz Hut sofort erkannt. Er steht immer noch auf Alu und Blech, auch wenn es nicht golden ist.

13.06.2016

Brillenputzlappending

In meinem Brillenetui wohnt eine kleine Kreatur, die vornehmlich aus grossen Händen oder Füssen besteht. Wenn meine saubere Lesebrille dort drin versorgt ist, dann erwacht diese Ding und macht nichts anderes als auf den Brillengläsern herumzulaufen – im ungehemmten Bestreben und einzigen Daseinszweck, möglichst viele Abdrücke zu hinterlassen. Weiss jemand einen Namen für dieses Wesen?

13.04.2016

#Böhmermann

Satire muss auch frech sein dürfen; wie eine Demo auf der Strasse: Ist sie zu brav, wird sie nicht wahrgenommen. Politische Satire, die etwas bewirken möchte, muss beissen. Ob die Sprache dabei primitiv oder stilistisch gekonnt ist (oder wahrgenommen wird), bleibt dabei dem Künstler überlassen – so, wie in der Kunst auch fast alles erlaubt ist. Wer sagt, wo welche Grenze ist? Ist es eine Regel, dass Satire NICHT auch mal beleidigen darf, was beleidigend ist? Welche der beiden Personen ‪#‎Böhmermann‬ und ‪#‎Erdogan‬ ist für diese Welt wohl die grössere Beleidigung? Ich denke, diese Antwort ist klar.

27.03.2016

Damals war alles besser. Nicht alles, aber die Autos schon. Zumindest das Design.

1969 Dodge Challenger.
Schöner geht kaum noch.
Was braucht ein Mann wirklich? Wenig: Sex, dicke Freunde und einen Dodge. Jetzt weiss ich aber die Reihenfolge nicht mehr.

03.03.2016

Als der Sand wich, kam der Schinken zum Vorschein


Nachdem mich das Sandwich so angeschaut hatte, konnte ich es nicht mehr essen und beschloss, es dem Zoo zu geben. Nun ja, als mich dann aber der Hunger plagte, ass ich es von hinten auf, so musste ich ihm nicht in die Augen schauen.

29.02.2016

JAHRESTAG DER VERNUNFT UND DER DEMOKRATIE

Man könnte meinen, wenn man die Kommentare unter 20min.ch liest und hört, diese Sehnsucht nach Verbrechen und Chaos ist diesen SVP-Leuten angeboren. Aber so etwas gibt es nicht, irgendwo muss ihnen etwas schlimmes widerfahren sein, was diese Wut, diese Blindheit, diese Kriegssehnsucht indoktriniert hat. Vielleicht helfen bei solchen Borderlinersymptomen weder links noch grün weiter, aber möglicherweise ein Psychologe. Die SVP möchte an der Urne triumphieren, fast egal, wofür, ihre Mitglieder arbeiten nur sich und ihren Firmen zu, kriminell sind nur die anderen – jene, die man nicht sieht und nicht sehen will, ob es sie gibt oder nicht. Konstant arbeiten sie an neuen Feindbildern um frei denkende Menschen zu behindern und leichtgläubige in die Irre zu führen. Sie lügen und betrügen, denn sie sind die Partei mit der am wenigsten weissen Weste. Eine SVP-dominierte Schweiz wäre grau, phantasielos und totalitär, eine selbstzufriedene und jammernde Schweiz, in welcher alle Menschen perfekt und im Gleichschritt denken und funktionieren, einheitlich denken und leben, die alles fürchten und hassen, was sie nicht kennen, was nicht ihrem Denken entspricht, und sie huldigten einem Gott: dem der Wirtschaft wider der Natur, dem Menschen, wider jeder Perspektive auf mehr als blosses Wirtschaftswachstum. Die SVP  ist dominiert von erschreckend unflexiblem und unkreativem Denken, unfähig, eine positive Zukunft für alle und den Weg dorthin zu antizipieren. Sie muss jetzt – im Moment ihres Versagens – gestoppt werden. Entgegen einer humanitären Einstellung müssen wir auf sie einprügeln, während sie am Boden liegt.
Und der 28. Februar 2016 – ein historisches Datum des Sieges der Vernunft über die Hassprediger – ein Datum, welches wir in unseren Kalender einschreiben und jedes Jahr feiern dürfen. Gegen die SVP und gegen Pegida. Machen wir diesen Tag zu einem Jahrestag, der jedes Jahr freiwillig überall in der Schweiz zelebriert wird; um die SVP immer wieder an ihre Niederlage zu erinnern und «das Volk» zu motivieren, «dran» zu bleiben! Wie könnte dieser Jahrestag benannt werden? Und wie feiern? (Jürg Weingärtner)

> Aus dem Tagesanzeiger (Auszug):
«… Selten sah man die SVP so hilflos. Eigentlich war es ihr Heimspiel: Bisher hatte die Partei Abstimmungen in Sachen Ausländer und Kriminalität immer klar dominiert. Doch auf die komplexen Argumente ihrer Gegner fand sie keine Antwort. Und auch nicht auf die unerwartete Leidenschaft dieser komplexen Argumente. Das einzige Argument der SVP blieb das Stammeln ihrer Erfolgsformel vergangener Tage: kriminelle Ausländer, kriminelle Ausländer, kriminelle Ausländer. …»
( Quelle/© Constantin Seibt/Tagesanzeiger, 28.2.2016
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/ein-schrecklicher-tag-fuer-die-svp-ein-grosser-tag-fuer-die-schweiz/story/13366835 )

> Aus der WoZ (Auszug):
«… Die Ikonen der Rechten – «SVP», «Die Weltwoche», «Basler Zeitung», «Basler Läckerli», «Ems Chemie», «NZZ» und bald weitere mehr – sind allesamt von anderen erschaffene Marken, die sie mit viel Geldmitteln aufkauften und mit ihren eigenen Inhalten füllten.
Der Eindruck, dass totalitär orientierte Menschen nicht kreativ sind, täuscht also nicht. Wenige von ihnen sind zwar strategisch schlau, sie sind geschickt im Umgang mit Geld, Waffen, erfundenen Zahlen und Schreckgespenstern. Und viele von ihnen sind fleissig, emsig, zäh, bis zur Selbstaufgabe. Das sind ihre grossen zwei Vorteile.
Aber sie sind praktisch unfähig, Neues zu erschaffen.
Deshalb werden sie, auch wenn sie zuvor noch viel zerstören, irgendwann zwangsläufig untergehen.»
( Quelle/© Ruedi Widmer/WoZ, 25.2.2016
https://www.woz.ch/1608/wichtig-zu-wissen/alles-abgekupfert )

25.02.2016

Das zehnte Jahr

Als erstes zum heutigen Jubiläumstag des 10-jährigen Bestehens meines blogs möchte ich einen Disput, den ich soeben über skype führte, wiedergeben. Warum ich das tue, und welchen Zusammenhang dies mit diesem blog hat, erkläre ich nicht, auch wenn ich es weiss, denn es spielt keine Rolle. «B» ist dabei die andere Person (w).
B: ich glaub auch an geister.
A: warum? entweder du weisst, dass es geister gibt oder aber du hast keinen hinweis/grund oder einen beweis dafür. in beiden fällen ist aber es hinfällig an etwas zu glauben, was deiner beobachtung zufolge nicht da ist. die aussage, ‘ich glaube an geister’ ist somit ad absurdum geführt. genauso verhält es sich mit dem gott.
B: wenn man so viel unheimlichen scheiss wie ich erlebt hat, dann kann man sich gut vorstellen, dass es geister gibt, da es keine erklärungen dafür gibt. also. lass mich glauben, dass es geister gibt
A: es gibt für ALLES eine erklärung. nur weil sie noch nicht erforscht oder gefunden wurde oder weil die technischen möglichkeiten dazu fehlen, heisst es nicht per se, dass es geister sein müssen.
B: nein heisst es nicht. aber du hast auch keine ahnung, ob es sie gibt oder nicht. wieso solltest ausgerechnet du das wissen?
A: jede hinreichend fortgeschrittene technologie muss weniger weit fortgeschrittenen wesen wie magie erscheinen.
B: es handelte sich aber nicht um technologie
A: warum sollte man die existenz von etwas annehmen, das in der natur nicht benötigt wird?
B: oje. lass uns schweigen. du hast deine meinung und ich meine.
A: das weisst du nicht (technologie).
B: wer behauptet denn das?
A: das hat nichts mit meinung zu tun, sondern mit
- gesundem menschenverstand
- wissen
- forschung
- offenheit
- wahrnehmung
B: hahaha - wenn ich mal sterbe, dann geistere ich noch bisschen bei dir rum.
A: ist auch teil einer philosophischen betrachtung. aber philosophie gehört leider viel zu wenig zum rüstzeug der neuzeit. ja, mach das. aber erzähl mir doch mal alles über deine geistererfahrung und ich werde dir zu allem eine andere theorie anbieten. versprochen.
B: nee das tu ich nicht
A: geister - wenn es sie gibt - sind nur eine von unendlich vielen möglichkeiten.
B: keinen bock, dass du mich womöglich noch in die klapse einliefern lässt
A: genau so viele möglichkeiten wie es elementarteilchen im universum gibt - und darüber hinaus.
B: dann hör ich nicht hin. ich weiss ja, was ich erlebt habe und du warst nicht dabei also kannst du das auch am wenigsten erklären. punkt.
A: die physik ist aber immer dabei. ohne die geht nix :-). man kann es mit phsysik besser erklären als jemand, der von physik keine ahnung hat. ich habe schon vielen menschen beweisen können, dass ihre geister-erfahrung genausogut durch etwas anderes zustande haben können oder sogar denn vorgang wiederholt (1x) oder die physik. erklärung dafür aufzeigen können. meine erfahrung zeigt, dass menschen, die an geister glauben, wenig kenntnis über den aufbau und die funktiionen der natur haben. dazu kann ich einige beispiele oder experimente liefern/aufzeigen - aber genau hier hört es i.d.Regel auf: diese menschen wollen es gar nicht wissen! sie halten an ihrem geliebten glauben (an ihrem weltbild) an eine jenseitige welt fest, weil sie das möchten! viele dieser menschen haben auch keine angst vor den geistern und glauben genau zu wissen, wie diese geisterwelt funktioniert. sie wollen nicht mehr darüber erfahren. deshalb wollen sie auch nicht mehr darüber erfahren. hier wirst du nicht mehr weitergehen wollen in unserer diskussion.
B: ich lese das nicht sorry. und bald blockier ich dich.
A: eben. genau dieses verhalten ich in meinen text postuliert.
B: kannst du mal irgendwem seine eigenen gedanken lassen?
A: ja.
B: danke
A: trotzdem ein letzter satz noch einmal: Genau dieses verhalten ich in meinem obigen text postuliert.
B: schön für den text herr missionar. ich lösch den verlauf nun. dann komm ich auch in langweiligen zeiten nicht dazu, den zu lesen. so.

26.01.2016

Für eine liebenswerte und faire Schweiz

Wer im Februar die Durchsetzungsinitiative annimmt, schafft nicht nur eine Zweiklassengesellschaft, sondern bereitet auch den Weg zu einem nationalsozialistischen System, und verrät, dass er/sie sich in Geschichte schlecht auskennt. Wer vorhat, ein JA in die Urne zu legen, schafft eine Zweiklassengesellschaft und muss sich bewusst sein, dass damit möglicherweise ein Freund oder eine Freundin mit Ausschaffung bedroht ist; Menschen, die in der Schweiz geboren und aufgewachsen sind, deren Eltern schon vor Jahrzehnten in die Schweiz gekommen sind, sich aber nie haben einbürgern lassen. Das ist kein Verbrechen, denn eine Einbürgerung ist freiwillig und aufwändig. Diese Menschen bezahlen steuern, dürfen aber selbst nicht abstimmen. Selbstredend, dass dies ungerecht und schmarotzerisch ist: Es wird sehr gern genommen, aber eine Stimme erhält man trotzdem nicht. Bestimmt hat jeder und jede Stimmberechtigte eine Freundin oder einen Kollegen, die oder der auf dem Papier nicht Schweizerin oder Schweizer ist, man vergisst das, denn im täglichen Umgang spielt es keine Rolle, man übersieht es, weil es nicht sichtbar oder hörbar ist, denn diese Menschen gehören für uns genauso dazu, wie jene, die das Glück hatten, von Geburt an mit einem roten Pass ausgestattet worden zu sein. Bei vielen Bekannten weiss man es gar nicht. In Amerika ist jedes in den Staaten geborene Kind automatisch amerikanischer Staatsbürger. Das ist im Grundprinzip auch absolut folgerichtig.

Wer die Initiative nicht ablehnt, gibt der Rechten noch mehr Macht. Keinem dieser Menschen in der svp geht es um das Wohl aller oder vieler, sondern nur um das eigene und das Nahestehender. Es ist eine zutiefst egomanische und asoziale Initiative, die gar nie vors Volk hätte kommen dürfen, weil sie bestehendes Völkerrecht verletzt, die Verhandlungen mit der EU noch mehr belastet, die Schweiz noch mehr ins Abseits drängt, den Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen übergeht – weil sie rassistisch und des modernen Menschen unwürdig ist.

Wer argumentiert, dass es jedermann und jederfrau freigestellt ist, sich einbürgern zu lassen, geht davon aus, dass auch alle diese Menschen die dazu erforderlichen zeitlichen, finanziellen und auch geistigen Mittel mitbringen. Es ist kein persönlicher Verdienst, automatisch mit einem Schweizer Pass zur Welt gekommen zu sein und berechtigt keinesfalls zu selbstherrlichem Stolz. Vermeintlicher Patriotismus führt hier nicht zu Einheit und Wert-Erhalt sondern zu Ausgrenzung, Hass und noch mehr Problemen. Ein NEIN in die Urne zu legen heisst nicht, Werte aufzugeben, sondern für Werte wie Gerechtigkeit und Menschlichkeit einzustehen, man verschlechtert dadurch nichts, aber man setzt ein Zeichen der Hoffnung in einer Schweiz und in einem Europa, die und das sich stetig mehr dem Rechtsrutsch unterwirft. Beugen wir daher der Wiederholung der Geschichte vor und legen ein NEIN zur Durchsetzungsinitiative in die Urne.

Lassen wir nicht zu, dass wir dem Rechtsrutsch ausgeliefert sind und damit den ersten Schritt zur Wiederholung der Geschichte tun. Seid mutig zu einer toleranten, freundlichen, liebenswerten und ehrlichen Schweiz, in der wir uns friedlich und in Verständnis begegnen.

19.01.2016

Und zack.



Oben: Muslimischer Badeanzug (Nikpat oder Nipcat oder so)
Unten: Schnickschnack oder Kinder-Traumatisier-Anzug

Zu den Abstimmungen

Dieses Gerede im Vorfeld der Abstimmungen über Pegida, "rechts oder nicht rechts, Nazis oder nicht Nazis, linksradikal genauso schlimm wie rechtsradikal" … das nervt allmählich, besonders die Demo am 3.2. Ein kleiner Exkurs: Links ist immer besser als Rechts. Links steht für alle Menschen, rechts nur für sich selbst. Linksradikal ist immer besser als rechtsradikal weil es sich nicht gegen Menschen sondern Dinge richtet. Linke Gewalt gegen Wohlstands-Schnickschnack ist immer besser als rechte Gewalt gegen (schwächere) Menschen. Und Pegida-Mitglieder, die keine Nazis sind, benötigen nicht viel, um es zu sein oder Mitläufer zu werden. De facto bilden sie einen muffigbraunen Kackhaufen potenzieller Nazis. So einfach geht das.

Pegida

Pegida-Mitglieder, die keine Nazis sind, benötigen nicht viel um es zu sein oder Mitläufer zu werden. De facto bilden sie einen kackbraunen Haufen potenzieller Nazis.

Links vs. Rechts ohne wenn und aber

Links ist immer besser als Rechts. Linksradikal immer besser als rechtsradikal. Linke Gewalt gegen Wohlstandsschnickschnack ist immer besser als rechte Gewalt gegen (schwächere) Menschen. So einfach geht das.

18.01.2016

Reduktio ad absurdum

Also ich versteh etwas nicht: Da sagt mir eine spindeldürre Frau in der TV-Werbung, während sie einen braunen Schlabbersaft schlürft, dieses Gebräu ersetze eine ganze Mahlzeit, und er schmecke auch noch gut! Warum isst sie dann nicht einfach eine ganze Mahlzeit??! Sie scheint allerdings sehr glücklich zu sein, also muss wohl etwas in dem Saft drin sein ... aber wenn sie so weitersaftet, dann kann man sie bald in einer Spaghettiewerbung als fröhliches Spaghetti einsetzen.

09.01.2016

Digital Society?

Wer auf dem Pult neben dem Computer einen Taschenrechner, einen Notizblock, einen Kalender und ein Adressbuch liegen und den Monitor mit Post-Its beklebt hat, geht morgens wahrscheinlich auch in die Garage, steigt in den Ferrari, nimmt zwei Pferde, spannt diese vor den Wagen, sattelt den Fahrersitz und macht Motorengeräusche mit dem Mund während die Pferde ihn zum Büro ziehen.

26.11.2015

Überall verdächtige Gegenstände nach dem Anschlag in Paris

«Am Mittwoch kam es beim Bahnhof Bern zu einem Polizeieinsatz wegen einem verdächtigen Gegenstand. Dieser wurde durch Spezialisten der Kantonspolizei Bern mit geeigneten Mittel kontrolliert zerstört. Aus Sicherheitsgründen mussten im Rahmen des Einsatzes mehrere Strassenabschnitte gesperrt werden. Verletzt wurde niemand. Weitere Ermittlungen sind im Gang. …»
Was für ein "verdächtiger Gegenstand"?!?! Ein Gegenstand hat drei Dimensionen, eine Farbe, ein Gewicht. Keine Zeitung berichtet über das AUSSEHEN dieses Gegenstandes. WAS macht einen Gegenstand "verdächtig"? Alles kann mit der nötigen Portion Panik als verdächtig eingestuft werden. Und wenn dem so ist, dann einfach zuerst mal sprengen. Wohin das führt? Totale Kontrolle, totalen Freiheitsverlust, totale Freiheit für Polizei und Staat. Wir sprengen einfach mal alles in die Luft oder erschiessen gleich an Ort und Stelle, was uns nicht gefällt? Ich finde das ganze seeehhhr seltsam und auch bedenklich. Man sollte die Städte anfüllen mit "verdächtigen Gegenständen": Zum Beispiel Kunst. Kunst, die keiner versteht oder verstehen will. Verächtig. Velos, die schon mehr als 24 Stunden dort stehen. Verdächtig. Ein Kind hat im Laden seine Eltern verloren. Verdächtig. Im Zug zu lange auf dem Klo gesessen. Verdächtig. Arabischkurs besuchen. Verdächtig. Schwarz angezogen sein. Verdächtig ...

17.11.2015

after Beirut - or was it paris?

Und jetzt am G20-Croissant; da geben Hollande, Obama, Erdogan, Merkel usw. ihr bestes, zeigen sich solidarisch, haben ein gemeinsames Thema, Ablenkung. Obama, der gerade (vor dem Anschlag) die israelische Kriegskasse von 3 auf 5 Milliarden Dollar erhöht hat. Der kleine Diktator Erdogan, der die Medien kontrolliert, die Kurden nicht akzeptiert, dem Menschenrechte egal sind. Merkel, die (wie viele andere auch), zulässt, dass Deutschland sich an Kriegsmaterial-Exporten bereichert. Hollande, der es auch jetzt nicht wagte, eine Entschuldigung an Indochina, Fr.-Guayana, Algerien (...) u.a. zu entrichten. Aber klar, der G20 ist ein Wirtschaftsgipfel. Man darf sich solidarisieren, zusammen weinen und Champagner trinken, Böse und Gut eindeutig definieren, alles durcheinander bringen, das Volk verschaukeln, ‪#‎TTIP‬ vorantreiben und die Freiheit der Menschen, die man schützen möchte, einschränken. Vergesst nicht, dass es 1. auch noch andere sehr wichtige Themen gibt, und 2. der G20-Gipfel nach wie vor zu nichts Gutem führt, und dass uns hier in der Schweiz schon bald Beznau oder Müleberg (oder beide) um die Ohren fliegen.

27.10.2015

Arbeitssocken

Ich habe mir gleich ein paar gekauft, aber die liegen seit Samstag nur rum und arbeiten kein bisschen. Ist ja ein Beschiss.

08.10.2015

Es wird kälter

Dieses Blatt, so schien mir wie es so auf dem Asphalt lag, möchte nicht gehen. Es klammert sich, möchte umarmen, und so konnte ich es nicht einfach liegen lassen. Und weil ich so empfinde, wähle ich jetzt und werde ich immer Links wählen.

29.09.2015

Der Wahlbaum

Diesen Herbst können wir ganz besonders viele Wahlbäume bei der Blüte beobachten. Der Wahlbaum zeichnet sich durch sein gerades Wachstum aus, dessen Stamm keinerlei Äste aufweist. Dennoch trägt der Baum Blätter; wenigstens eines bis maximal 6 wachsen von oben nach unten in einer geraden Linie sowie derselben Himmelsrichtung. Jedes Blatt unterscheidet sich vom anderen, wobei in der Regel ein sehr gesundes, und wenigstens ein faules darunter zu finden sind. Die anderen sind oft nur Blätter ohne Nutzen. Der Wahlbaum blüht alle vier Jahre am eindrücklichsten und dies vorwiegend in ländlichen oder vor-städtischen Gebieten. In der Zeit seiner vollen Blüte ist er mancherorts derart aufdringlich, dass man ihn kaum mehr beachtet, bzw. er sogar als äusserst störend wahrgenommen wird. Der Wahlbaum sollte mit dem Velo grosszügig umfahren werden, da herunterfallende Blätter zu schweren Verletzungen führen können.



23.09.2015

Astralreisen

Wenn Astralreisen möglich sind u scheints ganz alltäglich gemacht werden, dann sollten diese Leute, die das behaupten, doch bestens über das Universum Bescheid wissen. Sie würden lebentragende Planeten und deren Zivilisationen kennen, neue Technologien, Dinge, die man dann bei genauerer Beobachtung mittels Hilfsmittel bestätigen könnte. Da sie das offenbar aber nicht tun, frage ich mich, wohin sie denn reisen? Wahrscheinlich dahin, wohin alle Menschen reisen: In die Träume.

31.08.2015

Die falsche Spiritualität

Diese ganzen modernen Selbstfindungstrips haben etwas Egomanisches, das oft keine besseren Menschen hervorbringt, sondern egozentrierte Asoziale, die auch nur ihr Wohl im Sinne haben und glauben, über andere urteilen zu können. Der Glaube an ihre persönliche spirituelle Läuterung drängt sie, anderen unablässig deren Weg zeigen zu wollen. Natürlich nur zu ihrem Wohl. Dabei ist unerheblich, ob die anderen das möchten oder nicht.